Zitat:
Original geschrieben von klugscheisser
aber mit euch kann ich ja über das Thema sachlich diskutieren, mal sehen, ob es ohne Störung geht ...
Wo ein "Talent" zuerst auftaucht, ist zum größten Teil Zufall, er geht zu einem Verein in seiner Nähe (6-9jährige!). Landet er auf diesem Weg bei einem Verein, der sich um ihn bemüht, kann er bleiben, hat der Verein nicht die Möglichkeit (geeignete Trainer und Partner), wird er eher wechseln. Auf dem "flachen Land", wo es schon mal 20-30 km zu nächsten Verein sein können, ist der Wechsel schwieriger als in einer Region mit hoher Vereinsdichte.
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Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Verein aus den Bergen (

). Dort wurde sicher keine überragende Jugendarbeit gemacht, trotzdem waren die Erfolge in der Jugend und der Schüler für die Größe des Vereines immer ganz ordentlich, weil sehr engagierte Leute viel für die Jugend gemacht haben. Aktuelles Beispiel: Die erste spielt "nur" Kreisliga Herren, es gibt insgesamt 3 Herrenteams, aber 8 Schüler- bzw Jugendmannschaften, die besten in Bezirksliga und Bezirksklassen. Ich selbst habe in diesem kleinen Verein Jugend Verbandsliga (damals höchste Klasse) gespielt.
Natürlich ist es dann so, das die besten Spieler des Vereines immer gegangen sind (insgesamt mindestens 6 der besten 8 Spieler). Für die Trainer ist das natürlich deprimierend. Aber für den Spieler ist es normal das beste. Einige unserer Spieler sind von uns zB nach Heppenheim gegangen. Trotzdem sind die Vereine, wie ich denke, eher in Freundschaft verbunden!
Ich glaube, es ist generell ein ganz normaler, guter und natürlicher Prozeß, das große Vereine die guten Spieler der Region ziehen und damit auch fördern. Das es dabei unterschiedliche Methoden, rühmliche und unrühmliche, gibt, liegt in der Natur der Dinge. Meine persönliche Erfahrung: Wenn es unrühmlich Abläuft, haben die Eltern ganz oft ihre Finger ganz dick im Geschäft (zB mit Versprechen, die nicht eingehalten werden).