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Alt 19.10.2010, 09:51
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Materialspieler werden?

Hallo,

ich habe nach einigen Jahren Pause vor einem halben Jahr wieder mit dem Tischtennis spielen angefangen.
In meiner Kindheit habe ich eine ziemlich klassische Ausbildung - basierend auf dem Konter-Modell - genossen und mich früher immer als ein All+ Spieler angesehen.
Als ich mir nach 6 Jahren Pause überlegte, wieder anfangen zu wollen, habe ich meine Beläge vor allem nach guter Kontrolle ausgesucht, um mir den Einstieg zu erleichtern. Nachdem ich in den ersten 2-3 Monaten gute Trainingserfolge bemerkt habe, fühlt es sich so langsam an, als würde ich in meiner Entwicklung stagnieren. Ich spiele momentan
ein Andro SUPER CORE CELL ALL Holz,
mit einem Butterfly Sriver-FX, 1.7mm auf der VH
und einem Andro IMPULS SPEED, 1,8mm auf der RH.

Von meiner Spielanlage her fühle ich mich in dem für untere Klassen typischen US-Vorbereitungsspiel ziemlich wohl. Ich kann den Schnitt recht gut lesen und mir den ersten TS sowohl auf VH als auch RH recht gut aussuchen und anziehen. (Wobei das auf der RH etwas sicherer funktioniert als auf der VH).
Mein TS ist ziemlich weich und arbeitet mehr mit Rotation als Geschwindigkeit. Im oberen Paarkreutz der 1KK beeindrucke ich damit allerdings niemanden mehr und ich bin gezwungen aggressiv nachzusetzen. Dafür ist meine Fehlerrate allerdings zu hoch und bei einem darauffolgendem Konter/Block - Spiel ende ich oft in der Defensive, bin zu langsam um das Spiel aktiv zu bestimmen und wenn der Gegner nach meinem Eröffnungs-TS noch 2-3 Bälle nachsetzen kann, verliere ich den Punkt mit ziemlicher Sicherheit.
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich von meiner Spielanlage nichts halbes und nichts ganzes bin und überlege, ob ich durch eine geschickte Materialwahl meinen Spielstyl unterstützen könnte. Dabei bin ich aber offen für alles - egal ob Anti, Kurz- oder Langnoppe und deshalb habe ich den Thread hier (und nicht in einem Material-spezifischen Forum) eröffnet.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich den Sriver FX gegen einen Materialbelag tausche und auch damit zurecht käme, den Schläger zwischen den Bällen zu drehen. Abhängig davon, ob der Spielverlauf die Eröffnung eher auf der VH oder auf der RH zulassen würde. Von der Idee her hatte ich mir überlegt, dass es eventuell funktionieren könnte, mit dem Noppen-innen Belag einen Eröffnungstopspin zu spielen und mir im anschließendem schnellen Spiel durch den Belag ein etwas passiveres Verhalten erlauben zu können. - Kann das denn funktionieren?

Rat suche ich vor allem zu den folgenden Fragen:
  1. macht es überhaupt Sinn, bei meiner Spielanlage mit Material zu spielen oder sollte ich mich 1-2 Jahre im Training durchbeißen, um einfach schneller als die Gegner zu werden? (Das Problem hatte ich allerdings schon immer - auch nach 10 Jahren Training im Jugendbereich)
  2. Welches Material würde sich anbieten? Anti / KN / LN? - Wie sollte die Spielanlage im Wesentlichen für die verschiedenen Materialien sein? Welche Beläge könnten für mich denn grundsätzlich interessant sein?

Vielen Dank für eure Zeit.
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