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Alt 20.10.2010, 16:25
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AW: Dopingverdacht bei Dima Ovtcharov

Zitat:
Zitat von Mike Mistler Beitrag anzeigen
@ Setz-It -> zu Deinem letzten Beitrag: es wäre schön dass Du, wenn Du schon meine Beiträge heranziehst, auch entsprechende Antworten geben würdest....ich formuliere es daher anders bzw. habe zwei Bitten:

1. Versuche doch mal einfach, von Deiner Paragraphenreiterei für einen Moment Abstand zu nehmen...falls das geht....o.k., wenn wir jetzt für einen Moment vergessen, dass die NADA kein Disziplinarverfahren eröffnet und davon ausgehen, dass Eines eröffnet wurde: WAS WÄRE DANN ANDERS GELAUFEN?....ausser der Tatsache, dass bei einem gleichen Ergebnis (davon gehe ich mal aus, da die NADA je voll integriert wurde) ZUERST und OFFIZIELL die NADA das Ergebnis bekannt gegeben hätte...und der DTTB sich erst im Nachgang gefreut hätte....was hätte das jetzt an der grundsätzlichen Frage geändert?....nämlich die, ob es Indizien zugunsten von DO gibt, die ausreichend und anerkannt sind?...NICHTS!!!

2. Schreib doch einfach mal an die NADA und trage Deine Einwände vor....dann kannst Du uns ja aus 1. Hand berichten, wie die NADA zu der Entscheidung gekommen ist, kein Verfahren einzuleiten (bis dato!)...das wäre doch mal ein echter Fortschritt, oder?
zu 1. Ich gehe davon aus, dass es für Ovtcharov wesentlich schwerer gewesen wäre, seine Unschuld stichhaltig zu beweisen, so wie es in den Regeln gefordert ist, und nicht nur Indizien zu liefern, dass es so hätte gewesen sein können. Man könnte genausogut argumentieren, dass Dima Clenbuterol nur sehr kurz eingenommen haben könnte, und schnell wieder damit aufgehört hat, weil es Nebenwirkungen gab und/oder es nichts gebracht hat und/oder er die Wahrscheinlichkeit einer Nachweisbarkeit verringern wollte usw. usf. Das wären auch Indizien zur Begründung einer absichtlichen, aber nur sehr kurzen Einnahme - mit so etwas hätte er sich im Verfahren dann auch auseinandersetzen müssen. Alles in allem wäre in meinen Augen eine kurze Sperre oder zumindest eine Verwarnung als ergebnis eines regulären Verfahrens wahrscheinlicher gewesen verbunden mit einer deutlichen Verzögerung der Entscheidung, als ein kompletter Freispruch. (Ist er denn überhaupt verwarnt worden?) Ich bin der persönlichen Meinung, dass genau diese Risiken den DTTB und NADA dazu bewogen haben, gegen die Regeln einen möglicherweise oder je nach Geschmack wahrscheinlich unschuldigen Ovtcharov vor einer von den Regeln geforderten Sanktion/einer länger andauernden provisorischen Sperre zu schützen, auch wenn diese vielleicht nach gesundem Menschenverstand nicht gerecht gewesen wäre, was dann aber keine Rolle spielen dürfte. Dass eine primär parteiische Organisation eine Regel dann nicht anwendet, wenn es für den Athleten einen Nachteil bedeuten könnte, finde ich äußerst problematisch.

zu 2. Ich überlege, dies tatsächlich zu tun. Ich weiß aber nicht, ob es klüger wäre, sich zuerst an die NADA, den DTTB oder gleich an das zuständige Deutsche Sportsschiedsgericht zu wenden.
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