Thema: Stuttgart 21
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Alt 20.10.2010, 17:34
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Nacki Nacki ist offline
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AW: Stuttgart 21 - Eure Meinungen zum Bahnhof - Euro Hoffnungen - alles HIER rein

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Kann ich damit Geld verdienen?
Sag mir wie!
Recycling ist das Stichwort. Und mit der Restmasse trotzen wir der Nordsee noch ein paar Quadratkilometer Land ab.

Der Artikel ist zwar schon hochwertiger als das Gestammel aus der Bild, aber daß der gut sei, sehen nun doch nicht alle so. Im Detail will ich den aus Faulheit nicht verreißen. Nur darauf hinweisen, daß die (FAZ!-)Leser sich ungefähr fifty-fifty aufteilen. Die Antworten der Gegner des Artikels scheinen mir zumindest länger und durchdachter, während diejenigen, die ihn toll finden, es meist bei einer kurzen Zustimmung und einem Lob belassen.

Nur ein paar Repliken:

Zitat:
Zitat von Leserkommentare

Die Gesundbeter der gescheiterten Funktionärsdemokratie. Kaum jemals hat das jemand so entlarvend formuliert wie Herr
Löffelholz: Zitat: ""Es zahlen Bahn, Bund und Land. Und deshalb sollte man auch bedenken, dass sie die finanziellen Risiken
weit besser beurteilen können als der wütende Bürger vom Kräherwald. Denn sie müssten - im Falle des Falles - finanziell
dafür geradestehen.""
Die Löffelholz' dieses Landes begreifen es nicht, daß die einzigen, die hier für etwas gradestehen, die -noch-
steuerzahlenden Bürger und dereinst deren Nachkommen sind. Im Jahre 1992 schrieb Enno von Löwenstern in der WELT über die
Generation der ""Drittklassigen, die der geschniegelten Postenjäger, Sofakungler, Aktenjongleure, die routinemäßig in Ämter
und Pensionsansprüche nachrücken und jedes Problem mit dem Geld des Steuerzahlers zudecken"". Der Mann war gewiß kein linker
Revoluzzer, aber er hatte verdammt Recht. Fortschritt und va-banque-Spiel sind zweierlei.


Vielen Dank für die Veröffentlichung dieser Beschwichtigung im paternalistisch abgehobenen Stil.
Vielleicht erbauend für angeheiterte Sympathisanten im Bierzelt, keinesfalls für nüchterne Leser.
Auf der Website von Märklin kann man die sogar im Vergleich mit der DDR-Reichsbahn suboptimale Verkehrsstrategie der
Deutschen Bundesbahn nachlesen.
S 21 ist eine Fehlallokation öffentlicher Mittel zum Schaden gerade des Güterverkehrsnetzes.
Dazu mehr in zwanzig Jahren, hoffentlich dann auch noch bei Märklin.


Investitionen in sinnvolle Vorhaben haben die Unterstützung der Bevölkerung, "Geldversenkung" für "Leuchtturmprojekte"
stossen mittlerweile auf berechtigten Protest.
Der Autor als studierter Volkswirt, sagt, es zahlt ja der Bund, das Land oder die Bahn. Das ist eigentlich unverschämt,
denn dahinter steht immer der steuerzahlende Bürger.
Bei der Rheintalbahn, wo es um die wichtigste Europäische Güterfernverkehrsverbindung geht, wird nur ein Mindestlärmschutz
auf Basis veralteter Zahlen installiert, die Proteste der IG Bohr und den betroffenen Gemeinden wird ignoriert, bzw.
erwartungsgemäß über den VGH abgelehnt. Bei S21 sollen die trennenden Gleise entfernt werden, im Rheintal werden 4-gleisige
Schneisen durch gewachsene Dörfer geschlagen. Begründung, für mehr ist kein Geld da.
Mir fällt spontan bei S21 der § 263 StGb ein. Und mit S21 wird das Vermögen aller steuerzahlenden Bundesbürger beschädigt.
Im Übrigen ist interessant, wie maßgebende Presseorgane fast "gleichgeschaltet" in dieser Angelegenheit trommeln. Es wird
Zeit, daß sich was ändert.


Lieber Herr Löffelholz,
sie setzen erstens wie selbstverständlich voraus, dass der Tiefbahnhof hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit dem jetzigen
Bahnhof überlegen sei. Unser Verkehrsminister Tiefensee hat es mal so formuliert: "Bei Stuttgart 21 handelt es sich nicht um
ein Projekt des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege, sondern vorrangig um ein städtebauliches Projekt." Und so sollte
man redlicherweise auch argumentieren und sich die Frage stellen ob sich geschätzte 6 Mrd. EUR rein verkehrstechnisch
betrachtet lohnen, wenn man dafür im wesentlichen einen neuen Bahnhof an der Messe/Flughafen bekommt oder ob man für diese
Mittel keine sinnvollere Verwendung hat. Hier liegt auch das Versagen der Politik: Die städtebauliche Chance glaubhaft als
Chance zu gestalten, könnte die Stuttgarter Bürger sicher begeistern.
Zweitens haben Sie nicht erkannt, was die Menschen wirklich auf die Straße treibt. Es ist der Umgang der politischen Klasse
mit dem Volk. An S21 wird jedem der es wissen möchte vor Augen geführt, wie die Bevölkerung auf allen Ebenen getäuscht und
belogen wird. Nicht von ungefähr ist "Lügenpack" einer der beliebtesten Schlachtrufe auf den Demonstartionen.



...leider mit einigen sehr schweren Verfehlungen!
Wer heute noch Gorleben als einen Vergleich heranzieht, sollte sich darüber informieren, warum Gorleben überhaupt als
Endlager prosperiert wird. Die Fachleute hatten bei der Endlagersuche Gorleben nie auf der Liste. Gorleben ist und war immer
eine politische Entscheidung. Deshalb wird immer noch untersucht, aber die Eignung wird nie gut sein. Denn die Eignung hat
geologische Gründe und kann nicht politsch herbeigeredet werden!
Keine einzige heutige Planung geht bei einem Alternativkonzept der Gleisführung von hochgestellten Gleisen im Neckartal
aus. Diese Behauptung zeigt nur, dass sich der Verfasser nicht über die derzeitige Lage informiert hat, sondern bei den
S21-Befürwortern abgeschrieben hat, die seit Jahren Dinge behaupten, die so nicht favorisiert werden.
Auch hat Stuttgart trotz der anscheinenden 6 Hektar Schotter und Schienen die meisten Grünflächen einer deutschen
Großstadt!! Warum nur?
Dass der "tiefergelegte Bahnhof" im Park zu einem über 8m hohen Wall mutiert, wird auch verschwiegen - das ist
tiefergelegt? Damit wird die lebensnotwendige stadtklimatorische Frischluftversorgung massiv verändert. Die Fachleute warnen
daher unisono davor!
usw...
!Hallo geht's noch??
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