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Zitat von Keyser Soze
Ein Zwei-Parteien-System à la USA wäre in Deutschland auch mal interessant!?
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Zitat von Lucius
Da wäre ich auch dafür. Da man schlecht Parteien abschaffen kann, plädiere ich für eine 10%-Hürde
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Zitat von jwagner
Absolut wünschenswert (zumindest im zweiten Fall).
Ja, man sehnt sich schon manchmal nach früheren Zeiten zurück, als es noch wirkliche "Giganten" in der Politik gab: 
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Wünschenswert würd ich gar nicht mal sagen; wohl doch eher interessant. Politische Vielfalt ist ja im ALlgemeinen gar nicht schlecht. Das Problem "heutzutage" ist nur, dass die drei kleinen Parteien viel zu große Wellen schlagen.
• Eine FDP mit 15% bei einer Bundestagswahl? Das war zwar schön für sie, insbesondere den Guido; aber eigentlich war von vornherein klar, dass es eine Momentaufnahme ist. Viel zu viele haben die Gelben nur gewählt, weil sie aus der Opposition heraus Dampf gemacht haben. Und nun kämpfen sie mit der 5%-Hürde, weil diverse Versprechen nicht umsetzbar waren, schon gar nicht als Juniorpartner einer Koalition.
• Selbiges trifft auf die Grünen zu, nur leicht zeitversetzt. Die sind dieser Tage durch Protestaktionen und allgemeines Dagegen-Sein auf Umfragewerte von über 20% geklettert. Dazu würde es sicher im Ernstfall nicht kommen, aber die 15%, die die Gelben hatten, würden die Grünen sicher auch packen. Und dann stünden sich nach wenigen Monaten Regierung sehr wahrscheinlich vor dem gleichen Problem wie die FDP heute.
• Die Linken bewegen sich da noch im "normalsten" Fahrwasser; mit beständig um die 10%. Die Hälfte davon sind frühere SPD-Wähler, die einen Schritt nach links gemacht haben. Aber auch hier könnte es mal zu einer so glückliche Situation wie bei den anderen "Kleinen" kommen; und dann könnten auch die Linken auf einer Euphoriewelle zu diesen 15% getragen werden. Mit darauffolgendem Absturz.
► Unterm Strich viel zu viel Bewegung in den drei kleineren Parteien; und immer nur Gewinne aus der Opposition heraus. Dies führt leider dazu, dass keine der kleinen Parteien erfolgreich an einer Regierung teilhaben kann. Denn sobald sie dort sind, sind sie Juniorpartner und müssen eigene Interessen zurückstecken oder zumindest einschränken.
ERGO: Zweiparteiensystem wäre sehr viel einfacher, aber beiweitem nicht so spannend. Ob es für die Politik besser wäre, weil nicht so viele Meinungen im Raum stünden, kann man auch nur vermuten...