Zitat:
Zitat von Torsten von Bayern
@Flachschupfer - ich bin Dir ja noch eine Antwort schuldig. Wenn ich Dich recht verstehe, dann würdest Du die Antwort auf die Frage im Teammatch, ob das Timeout bei Ablehnung durch den Spieler als "genommen" gilt, daran festmachen, ob der Ruf des Betreuers eher eine Frage oder eher eine Anordnung war.
Ich würde dem zustimmen. Solange keinerlei (!) Verdacht auf eine unsportliche Handlung besteht, würde ich persönlich den bloßen Dialog "Auszeit ?" - "Nein, danke !" weder als unerlaubte Beratung noch als letztgültige Entscheidung des Betreuers auffassen.
Es ist aber schon so, dass diese Auslegung sehr betont spielerfreundlich ist - ich sehe das im internationalen Bereich von Kollegen auch restriktiver gehandhabt.
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Wenn ein Betreuer/Mannschaftskapitän zwischen zwei Ballwechseln den Spieler nach einer Auszeit fragt, lässt nach meiner Auffassung das Regelwerk nur den "Spielraum" zu, dass ein SRaT oder letztendlich der OSR, entscheiden muss, ob er in dem Fall die Auszeit als genommen wertet, oder dem Betreuer die gelbe Karte wegen unzulässiger Beratung zeigt.
Da in einem Mannschaftskampf der MF/Betreuer das letzte Wort beim TO hat, ist in dem Fall das TO als genommen zuwerten. Auch dann wenn der Betreuer den Schiedsrichter daraufhin sofort hinweist, dass er doch nur mal gefragt hat und keineswegs ein TO nehmen wollte. Eine gelbe Karte wegen unzulässiger Beratung macht in dem Fall nicht viel Sinn, da eine solche Situation dazu führt, dass das Spiel unterbrochen wurde und sich somit zum Nachteil für den Gegner auswirkt. Ein TO wird ein Kapitän/Betreuer ja nur dann "vorschlagen" wenn sich sein eigner Spieler in einer Situation befindet, die durch ein TO durch Beratung bzw dadurch das der Spielfluss des Gegners unterbrochen wird, verbessert werden könnte. Der Spielfluss ist in diesem Fall unterbrochen und somit sollte das TO als genommen gewertet werden.
In einem Individualwettbewerb hingegen, wo der Spieler selbst das letzte Wort beim TO hat, ist es für eine SR sicherlich sehr schwierig eine solche Situation zu bewerten. Sollte es eindeutig sein, dass der Betreuer "nur" gefragt hat, ob sein Spieler ein TO möchte, muss das zu einer gelben Karte wegen unerlaubter Beratung führen. Jegliche Kommunikation zwischen Betreuer und Spieler in den Zeiten, die nicht für Beratungen zugelassen sind, ist unzulässig und soll dem zur Folge von Schiedsrichtern mit der gelben Karte geahndet werden. Ruft ein Betreuer zwischen zwei Ballwechseln: Willste nicht lieber mal nen Time Out nehmen?" dazwischen, dann ist das unzulässige Beratung, egal ob der Spieler ablehnt oder darauf eingeht. Ruft er nur: "Auszeit bzw Time Out" (Ein Fragezeichen lässt sich nun mal schlecht raushören), dann nicht. Wenn der Spieler das dann ablehnt, sollte der SR den Betreuer darauf hinweisen, dass er ein TO doch bitte nicht durch Zurufe signalisieren soll, sondern das dafür vorgesehene Handzeichen (Ein T mit beiden Händen zu bilden) nehmen möchte, da er sonst beim nächsten Zwischenruf die gelbe Karte wegen unzulässiger Beratung zeigen muüsste.
Ich denke aber, dass es z.B. in der DTTL, 1.BL und der 2.BL bzw auf Turnieren mit Spielern dieser Klassen seltenst bis gar nicht zu solchen Fällen kommen wird. In der RL und OL, die es z.T. nicht kennen Spiele unter "Aufsicht" eines OSRs durchzuführen, vielleicht schon mal - aber eher auch gaaaanz selten.