Im ersten Moment dachte ich, deine Argumentation sei schlüssig, auch wenn sie nur dann zutrifft, wenn die falsche Doppelaufstellung erst nach der Begnung auffällt. In dem beschriebenen Fallbeispiel des Thread-Erstellers ist der Fehler jedoch bereits während des Punktspiels aufgefallen.
Nachdem ich jetzt ein wenig an diesem Posting herumgesbastelt habe, ist mir aber auch für dein Beispiel eine bessere Lösung eingefallen:
Mach ein 6-9 draus 
Begründung:
Aufgrund einer fehlerhaften Aufstellung des siegreichen Vereins wurden nicht alle Partien ausgetragen, die notwendig gewesen wären um das Punktspiel zu ende zu führen. Aus diesem Grund werden die Partien, die noch hätten gespielt werden können, als "nicht anwesend / angetreten" markiert.
Das hat den Vorteil, dass zumindest die ausgetragenen, korrekten Partien gewertet werden. (Bilanzwert, Spieldifferenz, etc. ...)
Nach der Diskussion in diesem Thread ist die WO des TTVN zumindest inkonsistent, wenn es darum geht, falsch gespielte Doppelpaarungen zu werten. Sinngemäß sagt sie ja wohl aus:
Wenn falsche Doppel gespielt wurden,
- weil die Spieler sich an den falschen Tisch stellten oder die falsche Paarung ausgerufen wurde, so wird die Begegnung als "nicht angetreten" gewertet. Es sei denn, der spätere Spielplan sieht eine entsprechende Begegnung vor (D1 vs D1), dann wird das Ergebnis wie gespielt für die 16te Begegnung in den Spielplan eingetragen.
- weil die Doppel falsch aufgestellt wurden, so muss die Partie zu ende gespielt werden, sie wird hinterher aber als 0-9 gewertet.
logisch und sportlich wäre doch eine Wertung der einzelnen Partien, wenn die fehlerhafte Doppelaufstellung von dem betroffenem Verein noch zur Spielzeit bemerkt wird.
Normalerweise bemerkt irgend jemand während der 2-3 Stunden eines Punktspiels den Fehler. Es sagt nur selten jemand etwas. Die einen hoffen vielleicht, dass es nicht auffällt, die anderen freuen sich vielleicht auf die Gesichter der Gegner, wenn sie ihnen nach Ende der Begegnung eröffnen, dass die das Spiel doch mit 0:9 verloren haben...
Wenn der Verein, der den Fehler begangen hat, die Möglichkeit hätte, während der Begegnung darauf hinzuweisen und somit die falschen Doppelspiele werten zu lassen, wäre es mE im Interesse des Sports.
auch bei der Anwendung der aktuellen Regeln sind ungünstige Umwertungen denkbar:
Angenommen, der Gastverein bemerkt erst bei der Studie des Spielberichtes auf der Heimfahrt, dass in den Eröffnungsdoppeln D1-D3 und D2-D2 gespielt wurde.
Das Spiel ging mit 9:3 verloren, die Eröffnungsdoppel wurden alle abgegeben, der Punkte im mittleren und unteren Paarkreutz erspielt.
Der Gastverein legt nachträglich Einspruch ein. Der Fehler in den Eröffnungsdoppeln ist unstrittig und diese werden Daher mit 0:0 anstelle von 3:0 gewertet. Mit der Folge, dass der Gastverein die Begegnung nun mit 6:3 verloren hat. Hätte er den Fehler bereits während der Begegnung bemerkt, hätte er das Spiel uU noch gewonnen, da es dann hätte fortgesetzt werden müssen.
Alternativ: er hat laut Bericht 9:7 verloren, legt Einspruch ein und das Spiel wird auf 6:7 umgewertet, so dass der Gastverein auf einmal der Sieger der Partie ist.
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Off-Topic:
Das Problem entsteht ja auch nur deshalb, weil wir im TT ein System haben, bei welchem nicht alle möglichen Paarungen ausgetragen werden. Das sorgt nebenbei dafür, dass es ziemlich undankbar ist, im unteren Paarkreutz zu spielen.
Ich fände eine generelle Diskussion über alternative Mannschaftssysteme im TT auch mal interessant - es muss ja nicht ein 6er-Paarkreutz system sein, bei welchem alle 16 Partien gespielt würden, das würde mir auch zu lange dauern.... - Vielleicht schreibe ich dazu auch nochmal ein kleinen Vorschlag in einem neuen Thread.