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Alt 29.10.2010, 11:36
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Variatio Variatio ist offline
Pingpong Wizard
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Zitat:
Die erste saubere (Gegen-)Beweisführung erntet eine Kiste Bier von mir
Nichts einfacher als das, einige Annahmen vorausgesetzt, die ich deiner Ausfuehrung entnehme:
  • "Schwankende Tagesform" meint nicht die Schwankungen innerhalb eines Tages, sondern "an einem Tag konstant stark, an einem anderen konstant schwach".
  • "Gleiche Staerke zweier Spieler" bedeutet sowas wie "wuerden beide Spieler viele Spiele ueber einen langen Zeitraum gegen die identischen Gegner spielen haetten sie eine annaehernd gleiche Bilanz"
  • "Punktspiel" bedeutet im Wesentlichen "maximal drei Spiele an einem Tag"
  • Die Turnierklasse entspricht der Spielstaerke des Spielers
  • Beide Spieler spielen die gleiche Anzahl an Spieltagen
Falls das nicht deiner "Aufgabe" entspricht, bitte korrigieren.

Aaaaaalso:
Nehmen wir zur Vereinfachung nicht zwei verschiedene, gleichstarke Spieler an, sondern genau EIN Spieler mit mittlerer Spielstaerke X und schwankender Tagesform, der ueber einen laengeren Zeitraum nur Turniere spielt, und ueber einen anderen laengeren Zeitraum nur Punktspiele bestreitet. Dann umgehen wir das "gleichstark"-Problem.

Als weitere zulaessige Vereinfachung koennen wir ueber die Spielstaerke der Gegner mitteln, die damit ebenfalls Spielstaerke X besitzen, und dafuer hinreichend viele Spiele betrachten. Sei also die Anzahl der Spieltage in der Turnier- wie auch Punktspiel-Phase sei N (gross).

Die Gewinnwahrscheinlichkeit, dass der Spieler gegen einen Gegner mittlerer Spielstaerke X gewinnt, sei 0.5+E im Falle eines guten Tages, und 0.5-E im Falle eines schlechten Tages, wobei 0 < E <= 0.5 gilt.

Zudem sei die Anzahl der schlecht-Form-Tage gleich der Anzahl der gut-Form-Tage.
  • Fall 1 (Punktspielphase): Da N gross ist, koennen wir die Gewinnwahrscheinlichkeit mitteln, der Spieler gewinnt also (0.5+E+0.5-E)/2 ~ 50% seiner Spiele.
  • Fall 2 (Turnierspielphase): In N/2 seiner Turniere hat er eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 0.5+E mit einer erwarteten Sieganzahl von S1 und einer Niederlagenanzahl von 0 oder 1. In den anderen N/2 seiner Turniere hat er eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 0.5-E mit einer erwarteten Sieganzahl von S2. Dabei ist S1>S2.
    Damit spielt er im ersten Fall M Spiele mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von (0.5+E) und im zweiten Fall K Spiele mit einer Wahrscheinlichkeit von (0.5-E), und es gilt wegen S1>S2: (M>K).
    Insgesamt gewinnt er ((0.5+E)M+(0.5-E)K))/(M+K) = 0.5+E(M-K)/(M+K) > 0.5 ~ 50% seiner Spiele.

Damit ist im Turnierfall sein ermittelter TTR-Wert hoeher, als im Pflichtspielfall.

Freue mich auf das Bier!

Gruesse,
Johannes
__________________
ASC Grünwettersbach, KL KA
BBC X-Fusion TC, Friendship Phoenix Medium, Spinlab Vortex 2

Geändert von Variatio (29.10.2010 um 12:44 Uhr)
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