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Zitat von Fastest115
Michael Keil hat diese Aussagen/Auslegungen nicht als WTTV funktionär gemacht sondern in dem offiziellen Organ des DTTB in einer Frageecke die nicht regional begrenzt ist sondern für den ganzen DTTB gilt.
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Ok, dann hat Herr Keil die Aussagen halt in der bundesweiten Zeitschrift "Tischtennis" gemacht. Diese beziehen sich, so wie ich das lese, erst mal nur aufs Nehmen eines TO durch den SRaT. Einen solches Gebaren ist mir nicht mal aus der 3.KK zu Ohren gekommen.
Denkbar ist er allerdings bei Schüler- und Jugendspielen. Ein Betreuer plus vier Schüler bzw Jugendliche. Bei den ersten beiden Doppeln "zählen" nicht selten die beiden Betreuer jeweils ein Spiel, weil einfach niemand anderes da ist bzw anwesende Eltern nicht regelfest sind um schiedsrichten zu können. Willst du jetzt ernsthaft die Aussage des Herrn Keil auf solche Spiele zwangsweise adaptieren? Dann zählt halt in Zukunft kein Betreuer mehr die Doppel und die Schüler bzw Jugendlichen müssen dann zwangsläufig selber zählen. Das alles nur, um das eine zugestandene TO evtl. dann nehmen zu können, wenn der Betreuer es für angebracht hält und er das als SRaT wegen "eklatanter" Verletzung" der Neutralität eines SR, der sowieso niemals neutral sein wird, weil er eben der Betreuer einer der beiden Mannschaften ist. Da sollte man doch wohl lieber die Kirche im Dorf lassen und mit gesundem Menschenverstand handeln. Spiele, die durch die beteiligten Spieler selbst gezählt werden müssen sind mMn wesentlich fragwürdiger was die hier zu Grunde gelegte Einhaltung der Neutralität betrifft, die ja beim Nehmen einses TO durch den SRaT auch so eklatant verletzt werden würde.
Hier geht es zudem erst mal "nur" um die Wahrnehmung des Beraten durch den SRaT. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass grade Schiedsrichterausschüsse den Standpunkt vertreten, dass ein SRaT jegliche Handlung zu unterlassen haben, die den geringsten Anlass geben könnten parteiisch zu sein. Jede andere öffentliche Stellungsnahme durch Vertreter der Schiedsrichterzunft zu einer solchen Frage wäre unangebracht.
Die "ärmsten Schweine" sind OSR, die in Spielen ohne offizielle SRaT diesbezügliche Entscheidungen treffen müssen. Eine Regel, die es einem SRaT (der durch eine der beiden beteiligten Mannschaften gestellt wird) verbietet seinen Mannschaftskollegen zu beraten gibt es nicht. Die Regel unterscheidet nicht zwischen SRaT, die von den offiziellen Organen beauftragt werden ein Spiel zu leiten und jenen die durch die Mannschaften gestellt werden. Auslegungen durch SRA, die die zu wahrende strikte Neutralität der SRaT beinhalten sind sicher für die geprüften und zugelassen SRaT aus verständlichen Gründen bindend. Ein OSR der ein Spiel mit SRaT (die durch die beteiligten Mannschaften gestellt werden) leiten muss, steht nun mit dieser auch eher schwammigen (was das Beraten betrifft)Stellungnahme (die, soweit ich weiß, nicht mal irgendwo in einer Verordnung nachzulesen ist) vor dem Problem damit umgehen zu müssen. Egal wie er entscheidet, er wird immer nur hoffen können, dass seine Entscheidung ohne Proteste akzeptiert wird. Entschedet er, dass das Beraten zulässig ist, kann die Mannschaft, die nicht damit einverstanden ist mit der "Auslegung" (Das die geforderte Neutralität des SRaT verletzt wird, wenn durch ihn beraten wird.) agumentieren. Entscheidet er hingegen, dass das Beraten durch den SRaT auf jeden Fall unterlassen werden muss, steht er vor dem Problem, dass dagegen mit dem Argument, dass laut Regel schließlich jede an der Box zugelassene Person beraten darf. Zudem ist er laut "Auslegung" für die "Leitung" des Spieles eh nur Schiedsrichter. Kann ein OSR einem SRaT überhaupt eine gelbe Karte wegen unzulässiger Beratung geben

Der Spieler, der als SRaT fungiert ist ja in dem Augenblick nur SRaT und kann somit nur gegen einen "Ethos" der Schiedsrichtergilde verstoßen.
Da hilft einem OSR nur Fingerspitzengefühl und solche Dinge möglichst im Einvernehmen mit allen Beteiligten abzusprechen. Sollte es dennoch zu einem Protest kommen, wird darüber an anderer Stelle eine Entscheidung getroffen. Vielleicht wäre aus Gründen der Klarheit sogar gar nicht so schlecht, wenn es mal dazu kommen würde.
In Spielen ohne OSR sehe ich hingegen nach wie vor kein Problem, wenn durch die mannschaftseigenen SRaT beraten wird. Ein TO durch den SRaT ist sicher nicht so schön, geht aber auch problemlos ohne dass das irgend ein Anwesender zweifelsfrei mitkriegen muss...