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Zuerst zum topic:
Wenn ihr auf ihn zugehen möchtet, was ich klasse finde, würde euch raten,
dies zunächst in einem Einzelgespräch und vielleicht auch nicht direkt am
Trainingsort zu tun.
Widersprechen tue ich an dieser Stelle allen denjenigen, die meinen, durch pure
Zurückhaltung am besten zu helfen. Langfristig gesehen wird es für euren
schwulen Mitspieler unerträglich sein, wenn das Thema von euch absichtlich
totgeschwiegen wird.
Nun zur gleichgeschlechtlichen Verpartnerung:
Nach meiner Auffassung schadet eine gleichgeschlechtliche Verpartnerung
in keinster Weise dem Ansehen von Ehe und Familie oder unserer Gesellschaft
insgesamt.
Das hierbei gemachte gegenseitige Versprechen, Zeit seines Lebens
füreinander da zu sein, ist de facto nichts Schlechtes.
Darüber hinaus hat man alle rechtlichen Pflichten einer Ehe, was zu
einer Entlastung unseres Sozialstaats führt.
Die vielfach diskutierten steuerliche Vergünstigungen halte ich nur dann
für angebracht, wenn Kinder vorhanden sind. Kinderlose Ehepaare, ob
hetero- oder homosexuell, sollten gleichermaßen behandelt werden.
Ansonsten stellt dies eine Diskriminierung der gleichgeschlechtlichen
Partnerschaften dar.
Wenn sich Repräsentanten der katholische Kirche gegen die Möglichkeit
einer rechtlich anerkannten, homosexuellen Partnerschaft aussprechen,
ist dies für mich ein weiterer Beleg für deren gesellschaftliche Ignoranz
und dogmatische Handlungsweise. Halte im übrigen nichts von Kirchlicher
Trauung – egal ob hetero- oder homosexuell. Meiner Meinung nach ist
es anmaßend, Gottes Segen für die gemeinsame Partnerschaft einzufordern.
Letzteres jedoch nur am Rande.
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