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AW: Verbandsliga 2010/2011
Große Zweifel am Spielrecht für Li
Tischtennis-Verbandsliga: – Einen sportlichen Rückschlag muss der TV Jestetten verkraften. Der vom Kooperationspartner TTC Neuhausen gekommene Spitzenspieler Li Jian hat den Club verlassen und spielt ab sofort wieder am Rheinfall.
Li holte in sieben Spielen 14 Einzel- und sieben Doppel-Punkte.
Geräuschlos verschwindet die Akte „Li“ allerdings nicht. Nach Aussage von Ludwig Schmieder (Bühl), Präsident Erwachsenensport im Südbadischen Tischtennisverband (SbTTV), gibt es Zweifel, ob Li rechtmäßig an den Platten stand: „Ich vermute, dass er keine Spielberechtigung hätte kriegen dürfen, weil er in der Schweiz an Turnieren teilnahm.“ Weil die Abmeldung kam, kümmere er sich nicht weiter um die Sache. Für Schmieder ist der Fall erledigt: „Nachträglich dürfen wir keine Punkte streichen“, sieht er eine gewisse Wettbewerbsverzerrung: „Dumm gelaufen für Clubs, gegen die Li gespielt hat.“
Hintergrund ist, dass im Deutschen Tischtennisbund (DTTB) seit 2009 die Vereine nachträglich nicht mehr mit Punktabzug bestraft werden, wenn sie Spieler ohne Berechtigung eingesetzt haben: „Nach einem Fall in Frickenhausen wurde die Wettkampfordnung geändert“, bestätigt Christian Back vom DTTB-Generalsekretariat in Frankfurt: „Ein Verein soll nicht für falsche Angaben eines Spielers zur Rechenschaft gezogen werden.“ Dass so Manipulationen bis zum Zeitpunkt der Aufdeckung Tür und Tor geöffnet sind, sieht auch Back. Im Fall „Li“ sei für ihn die Rechtslage nicht definitiv klar: „Eigentlich hätte er in Deutschland nicht spielen dürfen, wenn er in der Schweiz an Ranglistenturnieren spielberechtigt ist“, so Back, der keine klaren Regeln in der Wettkampfordnung findet: „Genau kann ich das nicht beantworten.“
Quelle: Südkurier
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