Zitat:
Original von Christian Stürner:
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Ich würde jedem empfehlen seinen Kindern was Sport angeht freien Lauf zu lassen ,als Taxi zur Verfügung stehen und wenn er seine Berufung gefunden hat ihn positiv zu unterstützen.
Gruß christian
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Das ist ja genau die Frage, die ich mir stelle.
Alternative 1) Das Kind betreibt einen Sport, der ihm Spaß macht. Er spielt in einem Verein, in dem das Menschliche im Vordergrund steht. Leistungsdenken spielt bei den Kids (3-5) und Eltern keine Rolle, alle werden gleich behandelt.
Alternative 2) Das Kind bekommt von Anfang an einen Trainingsstiel beigebracht, der auf Schweiß und Gehorsam aufgebaut ist. Das Kind bekommt dabei von Anfang sowohl Technik als auch gezieltes Training beigebracht. Von Anfang an wird vermittelt, dass vor dem Erfolg der Schweiß steht.
Wichtig: Entscheidungsträger ist
immer das Kind. Niemand wird zum Training gezwungen, gedrängt oder ähnliches ....
zu a1) Dieses Modell entspricht der Situation in unserem Fußballverein. Die Kinder haben jede Menge Spaß, haben schon früh Bewegung und Gemeinschaftsgefühl. Keine ist außen vor. Im Training sind daher bis zu 30 Kinder bei einem oder zwei Trainern. Folge: Die Kinder lernen nicht wirklich viel - haben aber Spaß. Meine Gedanke dabei: Obwohl die Kids häufig gegen (größere) Kinder auf die Mütze bekommen und dabei die Köpfe hängen lassen, haben Sie viel Spaß. Das sie so früh angefangen haben, wird sicher auch der ein oder andere gute Spieler dabei ehrauskommen.
zu a2) (Modell der zwei "Profis") Das Kind lernt von Anfang an einen natürlichen Umgang mit geziehltem Training. Schweiß und eigene Motivation werden von Anfang an
"spielerisch" geschult. Das Training wird diszipliniert durchgezogen, der eigene Wille und Spaß des Kindes sind trotzdem immer der ausschlaggebende Punkt, das Training so fortzuführen oder abzubrechen. Die Eltern fördern das Engagement des Kindes, aber Sie fordern es nicht. Ich kenne dieses Modell von einem engagierten Kind unseres Kreises, dass zumindest aus meiner Sicht einen sehr guten Eindruck vermittelt. Meine Gedanke dabei: Obwohl ich dem Kind die Entscheidung letztlich überlasse, bringe und fördere ich trotzdem, dass er in die Mühlen des Leistungssports kommen könnte. Von einer eigenständigen bewußten Entscheidung kann man ja weder bei einem 6jährigen, noch bei einem 10jährigen sprechen.
Alternative 2 beinhaltet schon einen gewissen Reiz, obwohl die genannten Attribute Schweiß, Arbeit und Leistung sich eigentlich Kinderunwürdig anhören. Aber ist es Kinderunwürdig, wenn die Kleinen dabei Spaß mit Erfolg kombinieren??