Ist doch wunderbar - "die Liga lebt" würde ich mal sagen. Ist ja fast wie in der Fußball-Bundesliga. Jeder kann an einem guten Tag scheinbar jeden schlagen, keiner kann sich im Vorfeld sicher sein - so kann es ruhig bleiben.
Wir haben nach zuletzt 0:10 Punkten endlich mal wieder etwas zählbares geholt und sind heilfroh, die Partie bei Raspo denkbar knapp mit 9:7 für uns entschieden zu haben. Im Grunde wäre auch ein ein 9:5 oder 9:6 drin, lassen sich Schmitz/Schoulen von Karmainski/Leisner nicht das Eingangsdoppel klauen (8:11 im Fünften nach 8:4-Führung) oder Schoulen von Cho einholen (2:0-Führung, dann 5:0 im Fünften vergeigt).
Aber der Reihe nach:
Raspo vollständig, bei uns fehlt Detlef Habicht. Da mit Oliver Schoulen aber adäquater Ersatz bereit steht, war dies nicht unbedingt eine wirkliche Schwächung (das hat nichts mit Detlef zu tun

).
In den Doppeln fangen wir ganz gut an und schaffen trotz der unglücklich Niederlage von Schmitz/Schoulen (s.o.) eine 2:1-Führung. Im oberen Paarkreuz dann das gewohnte Bild. Pfeiffer kann gegen die Noppen von Engel vermutlich 20 Spiele spielen, ohne einmal gewinnen zu können. Aber im Gegensatz zu den Schettkis´s, Hüning´s und Fölting´s dieser Liga kann er den Ball wenigstens etwas im Spiel halten.

Am Nebentisch kämpft Andi Schmitz mehr mit sich und seinen Nerven, als mit Gegner Leisner und verliert in dieser Höhe unnötig klar mit 0:3.
Beim Zwischenstand von 2:3 gehen wir also in die Mitte, wo ich zuvor eigentlich mit klaren Vorteilen für uns gerechnet hatte, da uns die Spielsysteme von Halm und Laschet durchaus liegen. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne Philipp "Augenzuundjanzfestedruff" Halm gemacht. Nach klarem 1. Satz für mich klaut er mir mehr oder weniger 2 Sätze und was er im 4. raushaut, geht auf keine Kuhhaut. Respekt - und verdient mit 3:1 gewonnen. Also liegen wir mit 2:4 hinten - nicht unbedingt das, was wir uns vorgestellt hatten. Gott sei Dank beißt sich Daniel gegen Marc durch und verkürzt auf 3:4.
Dann das 1. Schlüsselspiel des Tages. Schoulen schlägt Schönau mit 3:1. Bedenkt man, dass Thomas es eigentlich gegen Noppen kann, war dieser Sieg nicht unbedingt als sicher einzustufen.

Nebenan schlägt Grabowitz einen gut aufgelegten Cho in einem hochklassigen Match mit 3:1, so dass wir mit 5:4 in die Halbzeit gehen.
Im Anschluss daran folgte das 2. Schlüsselspiel des Tages, das wir glücklicherweise auch für uns entscheiden konnten. Schmitz schlägt Karmainski mit 3:0. Pfeiffer hat gegen Leisner eigentlich keine großartigen Probleme - und verliert dennoch mit 0:3...

Halm bombt nach mir auch Daniel vom Tisch - und schwuppdiewupp steht es auf einmal 6:6.

Ich habe gegen Laschet keine Probleme und es geht in die letzten beiden Einzel.
Grabowitz, der an diesem Tag hypernervös am Tisch stand, quälte sich, seinen Gegner Schönau und auch die anwesenden Zuschauer, gewann am Ende aber in vier Sätzen. Einen Punkt hatten wir also schon mal sicher.
Als das Schlussdoppel anfängt, führt Oliver Schoulen gegen Cho deutlich mit 2:0 Sätzen. Der junge Koreaner (?) kam mit dem Noppenspiel nicht wirklich zu Recht, so dass es nach einem schnellen Ende aussah. Dann verlor Schoulen aber gänzlich den Faden und ganz schnell stand es 2:2 in den Sätzen. Im 5. Satz legt Olli los wie die Feuer und führt schnell mit 5:0. Meine SMS an die Daheimgebliebenen war schon geschrieben, ehe Olli nach dem Eingangsdoppel auch noch diese Partie aus der Hand gab.
Verflucht, spielen wir halt unentschieden - und ich formulierte beim Zwischenstand von 0:2 im Schlussdoppel meine SMS an Detlef und Thomas Bonn wieder um. Zumal Pfeiffer/Bell nicht unbedingt dafür bekannt sind, gut gegen Noppen spielen zu können. Aber irgendwie schafften die beiden die Wende und kamen tatsächlich in den Fünften. Dort zeigten Karmainski/Leisner auf einmal Nerven und trafen fast nichts mehr.
Am Ende freuen wir uns über einen verdienten Erfolg, der durch die Dramaturgie der letzten 3 Spiele aber durchaus glücklich zu Stande kam.
Besonders erwähnenswert war die hervorragende Stimmung in Brand. Es handelte sich um emotionsgeladene und umkämpfte Spiele, die aber jeder Zeit fair abliefen. Und WENN man schon am Sonntag Tischtennis spielen muss, dann macht es vor einer Kulisse von 20 - 25 Zuschauern natürlich mehr Spaß, als wenn es niemanden zu interessieren scheint.