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Alt 30.11.2010, 14:52
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AW: Schiri zählt Aufschlag ab

@Noppenfritz

Ob der Schiri Ahnung hatte oder nicht, wird nicht klar. Wenn man etwas nicht sehen kann, kann man etwas vielleicht auch nicht beurteilen und hat dann Zweifel, die regelgerecht zu Verwarnung und Abzählen führen können.

Welche Regeln werden denn wie hingebogen? Ist es nicht mehr oder weniger die Spielpraxis, dass viele Spieler unkorrekte Aufscläge machen und bei den meisten Gegenspielern und Schiris damit durchkommen? Und wenn man etwas dagegen unternehmen möchte, was ja völlig legitim ist, gibt es den geschilderten Ärger? Und das es Ärger gibt, wenn ein SR die Spielregeln umsetzen möchte, ist eigentlich auch eine traurige Situation, die zudem oft nur zustande kommt, weil die Aufschläge nicht korrekt ausgeführt werden.

Fakt ist, dass man, wenn man den Aufschlag mit dem Rücken für den SR verdeckt, ganz klar und vorraussehbar Gefahr läuft, Regel 6.6 zu verletzen und dann verwarnt und abgezählt werden kann.

Als Zuschauer kannst du die Einhaltung von Aufschlagregel 6.6 nicht einschätzen und damit auch nicht wissen, sondern höchstens vermuten, ob es sich um einen korrekten Aufschlag handelt.

Zu dem Regelvorschlag mit den Zuschauern - das dürfte für die Topspieler eine echte Hürde sein, mit SR und SRA alleine kriegen sie ja teilweise ihre falschen Aufschläge trotzdem durch, ob das mit den Zuschauern als weitere Instanz auch so gut gelingt?

@Javaguru

Das Baum-Video ist doch ein gutes Beispiel, warum ein SR seinen SRA überstimmen könnte - weil ein SR und ein SRA zum Beispiel unterschiedliche Vorstellungen haben, wie genau ein korrekter Aufschlag aussehen sollte. Weil man z.B. bei zugewandten Rücken genau die Aufschlagvariante vermutet, die man bei Sichtbarkeit weggezählt hätte usw. Letztendlich wirst du mir doch Recht geben, dass der SR die endgültige Entscheidung treffen muss und sich deshalb in Einzelfällen über die Einschätzung des SRA hinwegsetzen können muss. Gerade auch bei schrägem Anwurf, den der Zugewandte wegen eines ungünstigen Winkels vielleicht nicht sehen kann, der Abgewandte aber schon.
6.6.1 bezieht sich nicht auf die Entscheidung über die Korrektheit eines Aufschlags, sondern über die Konsequenzen eines Zweifels an der Korrektheit. Das ist doch ein Unterschied. Ein inkorrekter Aufschlag ruft möglicherweise keine Zweifel hervor und auch ein korrekter (gerade hoch genug angeworfen, fast verdeckt, nicht ganz gerade angeworfen) kann wiederum Zweifel hervorrufen - darum geht es in der Regel.

Geändert von Setz-It (30.11.2010 um 15:06 Uhr)
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