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Alt 30.11.2010, 17:07
Henner Jansen Henner Jansen ist offline
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AW: Schiri zählt Aufschlag ab

Hm wir sind uns ja alle einig, dass die Umsetzung der Regeln nicht imemr so einfach möglich ist und selbst bei absolut buchstabengenauer Einhaltung Zweifel und Fragen aufkommen können:

1.
Im Beispiel von P. Baum beispielsweise finde ich es sehr befremdend, dass 2 ausgebildete Schiedsrichter denselben Aufschlag unterschiedlich beurteilen können und dürfen. M.M.n hätte der SRaT seinen SRA überstimmen dürfen müssen, selbst wenn dieser den Aufschlag in den Sätzen 2,4 und 2. Hälfte 5 genauer sehen konnte.

2.
Wenn man als SRaT ohne Assistent auskommen muss und von Spieler A in einem vorherigen Satz die Aufschläge begutachten konnte, heisst das leider nicht automatisch, dass man in anderen Sätzen, in denen man von seinen Aufschlägen weniger oder fast gar nichts sieht, dass diese dann auch regelkonform sein müssen. Es gibt genügend Spieler, die änlich aussehende Aufschlagbewegeungen haben, von denen 4 regelkonform sind und 2 eventuell nicht. Also alleine zu behaupten, diesen Aufschlag von Spieler A hatte der SRaT im vorherigen Satz sehen können udn für ok befunden, also sind die Aifschläge nun auf der anderen seite auch automatisch ok. ist m. E. zu kurz gegriffen. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass es trotzdem immer Zweifel geben kann.

3.
In unteren Klassen bei Zweifel einen SRA der anderen Mannschaft hinzuzuziehen, scheint im ersten Moment eine gute Idee zu sein.
Aber wer allen Ernstes glaubt denn, dass in diesen Fällen der SRaT und SRA unparteiisch als Team zusammen arbeiten können und werden ? Das ist als involvierter Spieler der einen Mannschaft als SRaT schon schwierig. Aber dann bei einem konkreten Problemfall dann einen 2. involvierten der anderen Mannschaft dazuzuholen, der aufgrund der Situation schon kaum mehr unparteiisch sein kann, dürfte faktisch keinen Gewinnd arstellen.
In der Praxis seiht es dann wie bei P.Baum aus: Der eine zählt die Aufshclgae ab, der andere lässt sie zu und das ggf. überkreuzend bei beiden beteiligten Spielern. Und dabei ist es dann in de Moment völlig unerheblich, ob die Aufschläge wirklich regelkonform sind oder nicht.

Klar zeichne ich hiermit ein sehr düsteres Bild. Und in 95 % aller Fälle wird es auch kaum zu echten Problemen kommen. Aber die Regeln sind leider dazu da, eben die verbleibenden % abzudecken, in denen eine einvernehmliche Lösung der Spieler untereinander nicht möglich ist.

Da der sinnvollste Weg zu mehr Transparenz und Neutralität, aber auch Akzeptanz von Regeln, mangels ausreichender Anzahl ausgebildeter Schiedsrichter nicht praktikabel ist, wird man mit (auch vermeintlichen) Fehlentscheidungen leben und gelegentlich regeltechnische Unzulänglichkeiten von eingesetzten SRaT sowie Mannschaftsführern und Besuchern hinnehmen müssen.
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