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Zitat von Noppenfritz
Kannst Du mir hier die entsprechende Regel heraussuchen (und komm jetzt nicht mit: Es liegt am Spieler etc.)?
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Der SR kann bzw muss einen Aufschlag immer als Punkt oder Let werten. Diese Entscheidung ist immer eine Tatsachenentscheidung. Lediglich wenn gegen eine Entscheidung auf Grund einer falschen Regelauslegung Protest eingelegt wird, kann ein OSR die Entscheidung aufheben. Aber nicht gegen eine Tatsachenenentscheidung. Der OSR ist in Sachen Regelauslegung die letzte Instanz.
Wenn ein SR also nicht überzeugt war, dass der Aufschlag den Regeln entsprochen hat, kann er beim ersten mal das Spiel unterbrechen und den Spieler verwarnen. Jeder weitere nicht eindeutige Aufschlag muss dann als Punkt für den Gegner gewertet werden.
Zitat:
Zitat von Noppenfritz
Es wird in den Regeln vorgeschrieben, dass ein SRaT und ein SRA ein Spiel leiten.
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Das oben beschriebenen sind die Regeln dazu. Daran ändert (leider, oder auch zum Glück. Je nach sicht

) auch die Tatsache, dass bei Spielen bis zur 2.BL keine SRA eingesetzt werden was.
Die Gründe dafür, warum es nicht möglich ist bei jedem Spiel einen SR und einen SRA einzusetzen sollten jedem klar sein.
Zitat:
Zitat von Noppenfritz
Somit können alle Aufschlagsarten durchgeführt werden, denn einmal sieht es der SRaT und im anderen Satz der SRA ob die Aufschläge regelgerecht sind.
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Ja, dass ist der Sinn, der Regel B 3.2.1 im Zusammenhang mit der Regel A 6.6/6.6.1. Da es aber leider nicht möglich ist zu jedem Spiel einen SRA einzusetzen, muss man halt pragmatische Lösungen finden.
Zitat:
Zitat von Noppenfritz
Aber selbst hier gibt es unterschiedliche Auffassungen, wie man im Spiel vom Baum sehen kann.
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So unterschiedlich sind die gar nicht
Von "offizieller" Schiedsrichterseite aus wirst du - verständlicher Weise - selten bis nie zu hören kriegen, dass sie es sich nehmen lassen würden, einen Aufschlag nicht anzuerkennen, weil sie ihn nicht gesehen haben. Das würde Spielern "verbrieft" die Möglichkeit geben, sich mit falschen Aufschlägen einen Vorteil zu verschaffen. Das will - so denke ich - sicherlich auch niemand. Deshalb ist diese Haltung nachvollziehbar. Ich denke allerdings, dass der überwiegende Teil der offiziell eingesetzten SR, die ohne SRA auskommen müssen (das ist ja mal grad in der 2.BL und bei Turnieren so) mit dieser besonderen Verantwortung richtig umzugehen wissen und nach bestem Wissen und Gewissen richtige Entscheidungen treffen. Da wird es wohl eher selten vorkommen, dass "aus heiterem Himmel" Aufschläge angemahnt/weggezählt werden, weil sie mit dem Rücken zum SR ausgeführt wurden.
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Zitat von Noppenfritz
In den unteren Klassen ist es aber Standard, dass nur ein SRaT das Spiel zählt (leitet wäre oftmals übertrieben). Daraus dann abzuleiten, dass für einen Spieler gewisse Aufschläge (da sind die gemeint, wo ein Körperteil den Ball für den Schiri -nicht für den Gegner- verdeckt) verboten sind, ist doch Humbug!
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Das von dir im Eingangsposting erwähnte "Wegzählen" eines nicht gesehenen Aufschlages durch einen nicht offiziellen SR (sondern vom schiedsrichtenden Gegner) ist da in der Tat ein besonderes Problem. Bloß wie will man das Lösen

Kommt ja zum Glück nicht so oft vor, dass sich dazu jemand "befähigt" fühlt. Meist ist es eher umgekehrt. Es wird zwar in unteren Klassen oft über Aufschläge der Gegner gemeckert, aber da ist die Beurteilung des Aufschlages nach den gültigen Regeln eher zweitrangig. Gemeckert wird grundsätzlich über Aufschläge, die der meckernde Gegner nicht "wechseln" kann
Unfehlbar Aufschläge zu beurteilen ist sehr schwierig und aus meiner Sicht gar nicht möglich. Nicht selten sieht man erfahrene internationale Schiedsrichter, die offensichtlich falsche Aufschläge von echten TT-Größen ohne zu zucken und mit einem SRA an der Seite durchgehen lassen. Auch wenn es eigentlich nicht sein soll, wird man eher selten sehen, dass ein SR bzw SRA z.B. einem Timo Boll den nach Regeln falschen Aufschlag beim Stand von 9:10 wegzählen würde. Bei solchen "Kalibern" wie Boll sind immer SR und SRA anwesend und haben es eigentlich dementsprechend einfach bei der Beurteilung, sollte man zumindest meinen. Aber wer will schon z.B. ein Endspiel bei einer WM, dass dadurch in Erinnerung bleibt, dass der SR all zu oft in Erscheinung getreten ist?
Achte mal auf z.B. Bolls oder Ma Lins Aufschläge. Die werden oft verdächtig Nahe an der Grundlinie ausgeführt. Da wird ganz sicher der eine oder andere Aufschlag dabei sein, der überm Tisch - also regelwidrig - gespielt wird. Für mich eines der größten Probleme bei Aufschlägen der Spitzenspielern. Da sich aber kein SR auf Höhe der Grundlinie befindet, wirst du nur ganz selten sehen, dass das ein SR anmahnt bzw wegzählt. Ich werte das mal so: Auch ISR die mit SRA arbeiten, sind sich der Verantwortung bewusst und sehen nicht sich als wichtigste Person in einem Spiel, sondern die Akteure. Bei Grenzfällen, die sie gar nicht genau beurteilen können, halten sie sich lieber zurück und lassen das Spiel weiterlaufen, als unnötige Hektik aufkommen zu lassen