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AW: Richtlinie zur Schlägerkontrolle im DTTB
Nach den BM nun bei den Westdeutschen Seniorenmeisterschaften das nächste Theater.Ich könnte mehrere Seiten füllen; eins ist aber für mich und die meines Erachtens weit überwiegende Mehrheit der Teilnehmer klar: so kann es nicht weitergehen.
Einige Beispiele:
1.) Richard Fritz steht im Endspiel der Klasse S60 gegen Hansi Schäfer; bei der Schlägerkontrolle wird sein Schläger beanstandet. Er nimmt einen Ersatzschläger, gewinnt 3:0 und wird anschließend disqualifiziert, weil auch der Ersatzschläger nicht den Vorschriften entsprach.
2.) Der Schläger von Ernst Bison wird vor dem Endspiel der Klasse S70 beanstandet (bis zu den Endspielen war sein Schläger ebenso wie der von Richard Fritz anstandslos durch die Kontrollen gekommen); er nimmt einen Ersatzschläger und gibt das Endspiel nach dem 1. Satz auf.
3.) Bei Andreas Grothe werden in der Klasse S50 bis zum Halbfinale zwei Schläger beanstandet; er leiht sich einen Schläger von einem Mitspieler und verliert.
4.) - ...
Zuletzt: nach langem Suchen habe ich ein Holz gefunden, das eben ist. Darauf habe ich einen neuen schwarzen und einen alten roten Joola amigo Belag geklebt (einen neuen roten Belag habe ich in Deutschland nicht bekommen). Nachdem ich damit die Gruppenspiele und das Achtelfinale sowie die Doppel bis zum Titelgewinn überstanden hatte, wurde plötzlich im Viertelfinale der rote Belag beanstandet; durch Abnutzung mit dem Finger waren von dem Belagnamen drei bis vier Buchstaben nicht zu lesen. Mein Hinweis, dass es nicht allzugroßer Intelligenz bedürfe, um aus dem Fragment "Joo***mig?" und dem auf der Vorhandseite deutlich lesbarem "Joola Amigo" den roten Belag eindeutig zu identifizieren, nutzte nichts. Ich musste einen Ersatzschläger nehmen und verlor schließlich im Halbfinale.
So macht Tischtennis keinen Spass mehr; wobei ich durchaus für Kontrollen bin. Nur sollten damit Spieler, die durch Behandeln der Beläge manipulieren, erwischt werden.
Gruss Hdd
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