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Alt 14.12.2010, 16:00
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Richtlinie zur Schlägerkontrolle im DTTB

Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Damit liegst du sicherlich richtig, aber die Spieler haben die Schuldigen dennoch immer sehr schnell gefunden: SR
So pauschal ist das sicher nicht richtig.

Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Das schließt dann diverse Beleidigungen mit ein, durchaus verständlich, aber auch unnötig.
Sorry, aber persönliche Beleidigungen gehen gar nicht! Ich gehe auch immer davon aus, dass grade die SRaT am wenigsten für die Misere können. Sie entscheiden weder welcher Schläger einem Test mit dem Messgerät unterzogen wird, noch welcher Schläger nach Sichtkontrolle nicht zugelassen wird. Wer SRaT beleidigt, sollte auch konsequent mit einer gelben oder ggfls mit einer roten Karte bestraft werden.

Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Der Betrüger argumentiert und verteidigt sich genau gleich wie der versehentlich Betroffene.
Das mag durchaus auch mal so sein. Pauschal ist diese Behauptung aber für niemanden gut. Ohne einen entsprechenden Nachweis bleibt es immer eine Behauptung mit einem faden Beigeschmack. Kollaterallschäden billigend in Kauf zu nehmen um wirkliche Betrüger zu entlarven halte zumindest ich nicht für richtig.



Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Immer diese krassen Vergleiche und unsinnigen Geschichtsvergleiche. Bei unserer Problematik geht es nicht um Leben und Tod. Im Gegensatz zu deinem Beispiel müssen wir uns rechtfertigen, was damals sicherlich nicht der Fall war. Außerdem begibst du dich hierbei freiwillig in ein System mit teilweise unsinnigen Regeln(sehe ich selbst auch oft so). Die Wahl hatte damals sicherlich niemand.
Is ja schon gut, ich schrieb doch "überspitzt gesagt" Einen geschichtlich korrekten Vortrag hätte ich darauf hin nicht unbedingt erwartet und ich denke du weißt wie es gemeint war


Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Denn das größte Problem hierbei ist doch, das wir Sportler privat gar nicht erst die Möglichkeit haben nachzuprüfen ob die Regeln bezüglich des Schlägers eingehalten werden.
Eben...



Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
[B]Sollte auch nur ein nachdenkenswerte Nebenbemerkung sein... .
Hab ich schon verstanden

Sollte ja auch nur ein kleiner Scherz sein, der die ganze Diskussion ein wenig auflockern sollte



Zitat:
Zitat von Eiszaepfle Beitrag anzeigen
Sollte, ist aber nach aktueller Regellage nicht möglich...oder siehst du da Handlungsspielraum? Einzige Möglichkeit, der WTTV hätte sich gar nicht erst so ein GErät angeschafft. Haben andere Verbände durchaus so gelöst.
Ja, ich sehe durchaus einigen Handlungsspielraum!

Zunächst ein mal beim offensichtlich gewählten Ablauf. Keine Regel verbietet dem verantwortlichen OSR einen Ersatzschläger zusätzlich vor einem Spiel mit dem Messgerät zu testen und ggfls noch mal einen Zweiten oder gar Dritten. Das wäre ein "Service" im Sinne des Sports und führt letztendlich auch dazu, dass ein Spiel mit einem regelgerechten Schläger stattfindet.

Dann kann ein OSR selbstverständlich auch nach den Regeln in "Eigenverantwortung" über die Zulässigkeit von Material entscheiden.

B 3.1.2 Der Oberschiedsrichter ist verantwortlich für:
3.1.2.10 die Entscheidung in allen Fragen der Auslegung von Regeln und
Bestimmungen, einschließlich der Zulässigkeit von Spielkleidung,
Spielmaterial und Spielbedingungen;


Mehr als ein Protest gegen eine von den Richtlinien abweichende Entscheidung eines OSR hätte es nicht geben können. Dazu wäre es erst mal nötig gewesen, dass irgendjemand überhaubt dagen protestiert hätte, wenn z.B. der OSR den gewünschten ITTF-Richtwert für diese Veranstaltung von 3 ppm auf z.B. 15 oder 25 ppm hochgesetzt hätte. Ich glaube kaum, dass dagegen irgendwer protestiert hätte. Es ist für mich auch nicht vorstellbar, dass es SpielerInnen gegeben hätte, die es hätten schaffen können ihren Schläger an diesen Grenzwert absichtlich heranzubringen um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen.

Mir ist klar, dass jeder OSR sich aus guten Gründen lieber an Richtlinien und Vorgaben hält, als eine durch die Regel gedeckte eigenverantwortliche, von den Vorgaben und Richtlinien abweichende Entscheidung zu treffen. Deshalb fasse meine Einwände nicht als Kritik an die anwesenden Schlägerkontrolleure, OSR und SR auf. Die haben ihren Job nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Davon bin ich überzeugt.

Nach den Erfahrungen auf den Bezirksmeisterschaften hätte ich es allerdings für wünschenswert gehalten, wenn sich WTTV-Verantwortliche mal zusammengesetzt hätten, um eine Lösung zu finden, die den eingesetzten Schlägerkontrolleuren und OSR auf Turnieren des Verbandes diesen oder einen entsprechenden Handlungsspielraum aufzeigen.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass in Zukunft bessere Lösungen für derartige Probleme gefunden werden. Augenblicklich hat man es im Bereich des WTTV als Schiedsrichter oder Schlägerkontrolleur leider nicht leicht. Der nötige und für beide Seiten wichtige gegenseitige Respekt hat leider gelitten.

Geändert von User 17544 (14.12.2010 um 16:19 Uhr)
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