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Alt 19.12.2010, 22:37
tomji tomji ist offline
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AW: Testphase- Was macht ihr so?

Zitat:
Zitat von tomji Beitrag anzeigen
Nachdem sich der Hersteller des Niamor entschieden hat, einen sehr guten Belag zu verschlimmbessern, bekommen auch andere Beläge mal wieder eine Chance. Wichtig ist mir, dass die Belageigenschaften optimal auf einem AC und OC zur Geltung kommen.

- Plan A:

V+RH: Acuda S1, max

Ich hoffe das klappt ansonsten …


- Plan B

Es treten gegeneinander an:

VH: H2 Neo (Private tuning) vs. MV (Private tuning)
RH: MV (Private tuning)

Nachdem ich jetzt leider 6 Niamor vorzeitig in den Ruhestand hab schicken müssen und deftig angesäuert bin, nehme ich mir jetzt mal das Recht raus, mein eigenes kleines Werkstuning zu machen und erstmal etwas Geld zu sparen.

Der H2 Neo besitzt eh ein leichtes Werktuning und meine eigene HPS (=Werkstuning) Version des MV, mach ich mir zum halben Preis halt selber.

Jedoch werde ich die Beläge mit max 1-2 Schicht tunen. Ich möchte den Belägen, gerade dem H2 Neo, nur etwas die Härte nehmen. Den Katapult von einigen Werkstunung Belägen möchte ich gar nicht erreichen bzw. übertreffen, bzw. ich möchte schon, aber ich möchte mir auch keinen unangemessenen Vorteil verschaffen.
Hier mal meine Testgeschichte:

- H2N (ungetunt):

Vom Werkstunung des NH2 bin ich total enttäuscht gewesen, nix mit Frischklebefeeling und einfach nur steinhart. Gar kein Vergleich zum NH3 der von Anfang an gleich begeistert hat.

Das Obergummi scheint mir Vergleich zu H2 deutlich elastischer zu sein und mehr hoch griffig als dauerhaft klebrig.

Der Schwamm ist wie beim H2 steinhart und auch glaub auch kaum dynamischer, aber da bin ich mir nicht so sicher, da ich den alten H2 lange lange nicht mehr ungeklebt gespielt habe und mittlerweile ja ein eine etwas dynamischerer Schwamm unter dem H2 klebt.

Spielerisch konnte mich der Belag ungetunt nicht überzeugen, weshalb ich Ihn auch nur einmal ungetunt gespielt habe. Grad bei hohen Schlagtempo bin ich nicht in der Lage gewesen die gewünschten Raketen zu spielen. Zugute halten muss man den Belag, dass ich mich auch erstmal an den sehr harten Schwamm hätte gewönnen müssen und es dann sicherlich besser geklappt hätte.

- H2N (2 Schichten Lampenöl auf den Schwamm):

Der Schwamm wird weicher und dynamischer. Nix mehr mit steinhart. Von der Dynamik her fühlte sich der Belag, gerade im oberen Tempobereich, noch ein bisschen zäh an und brachte noch nicht genug Leistung. Deshalb auch wieder nur einmal in diesen Zustand gespielt.

- H2N (4 Schichten Lampenöl auf den Schwamm):

Jetzt macht er Spaß. Die Härte des Schwammes ist kaum noch zu spüren und er ist sozusagen weich geklebt. Der Belag ist deutlich elastischer und der Katapult hat zugenommen. An den Katapult von ESN-Belägen kommt er jedoch immer noch nicht ansatzweise ran.
Der nun gesteigerte Katapult und die natürliche Härte des Belages ergänzen sich beim Topspin jetzt schon richtig gut. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus, welche Qualität die Bälle haben und um wie viel leichter sich die Bälle jetzt spielen lassen. Für richtige Raketen muss man jedoch immer noch vergleichsweise viel kurbeln.

- H2N Fazit:

Spielerisch erfüllt der Belag jetzt fast alles was ich mir erhofft habe. Sehr schnell, extremer Spin, sehr direkt, flacher Absprungwinkel und auch sehr schwer. Nicht so gut gefällt mir, dass man bezogen aufs Tempo doch immer recht viel kurbeln muss.

Wichtig ist wirklich, dass man die Bälle sehr früh spielen und durchziehen kann, wenn sich der Ball erstmal zu weit gesenkt hat, braucht es schon ein bisschen Händchen um noch die Kurve auf den Tisch zu bekommen. Der Belag erfordert auch eine gute Technik und Fitness um die Möglichkeiten des Belages auch wirklich ausnutzen zu können.

Kann man den Belag jedoch beherrschen, hat man vielleicht den gefährlichsten/effektivsten auf dem Markt. Egal ob Aufschlag, harter und weicher Topspin, Schuss, Schupf, oder auch ein unsauberer Not Topspin lassen sich mit einer sehr hohen Qualität spielen und führen zu viel häufigeren direkten Punkten.
- MV (2 Schichten Lampenöl auf den Schwamm):

Der Schwamm ist dabei gleich deutlich weicher geworden und fühlt sich schon wie weichgeklebt an. Von der Dynamik auch viel besser, aber ein AS1 bietet da mehr Katapult, auch wenn man dabei den etwas weicheren Schwamm und das deutlich weichere/elastsichere Obergummi des AS1 mit berücksichtigen muss. Ich schätze 4-5 Schichten Lampenöl bräuchte ich schon um eine vergleichbaren Katapult zu erreichen.

- MV Fazit:

Der MV ist für mich, auf dem AC und OC, schon immer der perfekte Belag gewesen. Durch den harten Schwamm druckvoll und schnell. Das Obergummi sehr griffig für viel Spin. Für mich ist es der schnellste Belag, mit dem ich noch sehr variabel spielen kann. In der Tuning Version ist auch endlich wieder da Katapult da.

- H2N vs. MV:

Der H2N macht auf den OC wirklich richtig Spaß und die Effektivität des Belages unglaublich. Doch im Vergleich könnte ich mit dem H2N nur erfolgreicher spielen, wenn ich eher gut in Form bin und meine Fitness verbessere. Insofern ist es besser für mich beim MV zu bleiben, vermutlich werde ich jedoch beide Beläge spielen und ab und zu mal wechseln.

- AS1:

Der erste ESN Belag, der auf meine OC wirklich super zu spielen ist. Wenn der Schwamm noch etwas härter wäre und zugleich das Obergummi noch mehr Spin und einen engeren Spinbogen erzeugen würde, dann hätte man einen MV mit Frischklebeeffekt.
Ich werde mich noch etwas an den AS1 gewöhnen müssen, weil sich ESN Beläge halt schon anders spielen, als die japanischen Beläge, die ich bisher ausschließlich gespielt habe, aber ich denke, ich habe meinen neunen Belag gefunden und werde den Niamor durch den AS1 in Wettkämpfen ersetzen.

- AS1 vs. Tuning:

Die Tuning Geschichte wollte ich ja eigentlich verwerfen, wenn der AS1 passt …, doch so ganz sicher bin ich mir da nicht mehr. Allein wenn man sich das mal preislich ausrechnet. Vermutlich bräuchte ich 8 AS1 im Jahr und müsste dafür ca. 275€ blechen. Einen tuning MV kann ich locker 6 Monate spielen und brauch nur 4 im Jahr, dafür zahl ich nur lausige 80€.
Auf Turnieren werd ich den AS1 wohl spielen müssen, wobei ich meine tuning Beläge beim nächsten Turnier mal testen lasse werde. Bei Punktspielen und beim Training sehe ich keine Probleme tuning Beläge zu spielen. Momentan hab ich noch keine endgültige Entscheidung für mich getroffen und werde erstmal regelmäßig mit allen drei Kombination spielen. Na ja wehr die Wahl hat …. Der Palio Thor interessiert mich auch noch sehr als H2N Alternative.

Wie empfindet Ihr das als Spieler, wenn der Gegenspieler mit getunten Material spielt?
Die FKEB Beläge sind ja mittlerweile so gut, dass man sich durch das tuning zwingend einen Vorteil verschafft, wenn man es nicht übertreibt. Regelkonform ist es sicherlich nicht, auch wenn man die Grenzwerte einhält. Jedoch sind m.M auch alle Werktunung Beläge nach ein paar Tagen aus der Vakuumverpackung nicht mehr zulässig, weil das Tuningmittel dann auch ins zulassungspflichtige Obergummi zieht und es, je nach Belag, mehr oder weniger verändert.
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