"Europäisch - Chinesisch" trifft es irgendwie nicht ganz:
http://www.youtube.com/watch?v=Jt--WBUnuOI
Liqin sucht sich das ganze Spiel genau aus, welche Technik er benutzt um den starken Unterschnitt von Joo anzuziehen. Regelmäßig wählt er die "europäische" Variante mit Unterarmeinsatz um den Ball besonders rotationsorientiert zu attackieren.
Dies tut er zweifelsohne, weil Joo´s Ball zu viel Unterschnitt hat und/oder zu flach ist, um ihn per "chinesischem" Schwinger anzugehen.
Weiter gehe ich davon aus, der er die "europäische" Variante ganz offensichtlich perfekt beherrscht, weil er sonst die übele Sense von Joo sicher nicht derart sauber anziehen könnte.
Liqin (und meines Wissens nach auch alle anderen Topchinesen) kann also beides und wählt aus einem vollendeten Schlagrepertoir dann situationsbedingt den besseren Schlag aus. Vornämlich und da geb ich Euch Recht, wählt er den Schwinger um tempoorientierter zu agieren, der Spin ist dann zweirangig, er will punkten.
Vermutlich ein Relikt aus der Penholder-Tradition.
Aber wenn alle Chinesen eine bestimmte Schlagtechnik in Perfektion beherrschen, warum nennen wir sie dann "europäisch"
Systembedingt haben wir aber einfach nicht die Zeit, um derart spezifisch die verschiedenen Schlagtechniken unter Perfektionsdruck zu trainieren.
Daher besinnen wir uns auf den größten gemeinsamen Nenner, um möglichst viele Bälle abzudecken und trotzdem niveauvoll zu attackieren.
Und genau das geht mit einem Topspin der in letzter Konsequenz die Beschleunigung aus dem Unterarm + Handgelenk bezieht einfach besser.
Innerhalb unseres Systems ist es die momentan plausibelste Lösung, aber wie
gesagt: Deshalb ist ein Schlag nicht "europäisch".
Lateinamerikanische Spieler nennen ihn vermutlich auch nicht so
Aber....... der Threadersteller wollte eigentlich was anderes
Klugscheisserei war nicht meine Absicht, tut mir leid, wollt nur das Thema voranbringen, weil es mich sehr interessiert.