Zitat:
Zitat von RedStar
Es ist einfach Unsinn, bei Hobbysportlern professionelle Maßstäbe anzusetzen. Das ist die totale Überbürokratisierung des Sports, die alles kaputt macht.
|
Vielleicht sollte man mal "Hobbysportler" etwas genauer definieren
Hier ging es um die Teilnehmer an den WTTV-Seniorenmeisterschaften. Dort konnte man sich für die Seniorenmeisterschaften des DTTB qualifizieren. Seniorenklassen gehen ab 40 Jahre los. "Hobbysportler" waren dort nun mal nicht unbedingt ausschließlich.
In den Klassen bis zur Verbandsliga, werden die sogenannten "Hobbysportler" doch weitestgehend in Ruhe gelassen. Da wird nur kontrolliert, wenn eine Verbandsaufsicht bestellt wird. Und wer bestellt die? Richtig, "Hobbysportler", die sich wegen Regelverstößen benachteiligt fühlen
Zitat:
Zitat von RedStar
Und wenn man schon nicht auf diese Test-Bürokratie verzichten kann, dann sollte man wenigstens sein Hirn einschalten und nur die Leute disqualifizieren, deren Voc-Wert über dem eines neuen Belages liegt und deren Noppenlänge über den wohl üblichen Produktionsschwankungen. Und leicht verzogene Hölzer sollte man gar nicht disqualifizieren. Das ist doch alles nur noch krank.
|
Erst mal bräuchte man belastbare Fakten, die belegen, dass auf den WTTV-Seniorenmeisterschaften tatsächlich viele Kollateralschäden durch zu scharfe Schlägerkontrollen entstanden sind. Ich kenne allerdings keine. Gehört hab ich z.B., dass es auch VOC-Messergebnisse gab, die nicht mehr den geringsten Spielraum für eine wohlwollende Auslegung gegeben haben. 3 ppm sind noch zulässig. Dort soll es ein paar gegeben haben, die über 50 ppm lagen und sogar einen, der über 100 ppm lag. Ansonsten sehe ich hier und in den genannten Schreiben nur, dass undifferenziert mit "großen" Zahlen argumentiert wird. Um welche Vergehen es sich im Einzelnen gehandelt hat, scheint aber nicht bekannt zu sein.
Hdd mit seinem Holz ist der einzige Fall der mir bekannt ist, den ich persönlich in diese Kategorie einordnen würde. Das war allerdings schon bei den BM. Bei den WSM hatte er "nur" das Problem mit einem Belag, auf dem der Schriftzug nicht mehr richtig zu lesen war. Kann man sicher drüber streiten, ob das so "streng" gehandhabt werden muss. Die Entscheidung, dass ein solcher Belag nicht zugelassen wird, ist aber sicher nachvollziehbar.
So wie mir scheint, sind sich hier so ziemlich alle einig, wenn es darum geht die augenblickliche Situation mit Belägen, die im Handel zu haben sind und eine ITTF-Zulassung besitzen, zu bewerten. NI-Beläge, die aus der Verpackung geholt werden und die VOC-Werte weit überschreiten und NA-Beläge, die ab Werk zu lange Noppen haben, sind nicht tragbar und solche Dinge können nicht im Verantwortungsbereich der Spieler liegen. Genau das ist das eigentliche Problem, was wirklich für alle Spieler - egal ob nun reine Hobbyspieler, oder ambitionierte Amateure, oder Halbprofis oder auch Vollprofis - nicht zumutbar ist.
Ich bin sogar der Meinung, dass es bedenkenlos möglich sein muss, kurz vor einem Wettkampf neue Beläge aufkleben zu können, ohne dass dann die Gefahr besteht bei einer Schlägerkontrolle auffällig zu werden. Es kann schließlich jedem passieren, dass z.B. beim Einspielen ein Belag bei einer Tischberührung so zu schaden kommt, dass er ausgewechselt werden muss. Dafür muss es Kleber geben, die dafür geeignet sind. Ebenso muss man sich drauf verlassen können, dass die neuen ITTF-zugelassenen Beläge, über jeden Zweifel erhaben sind. Zumindest mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.