Zitat:
Zitat von Setz-It
Gebe dir prinzipiell recht. Aber wenn man das mal genau liest, steht auch nicht drin, dass die Werte überschritten werden, sondern nur der Sicherheitsabstand zum Normwert recht gering ist, ich interpretiere das so, dass die Werte normalerweise immer noch darunter liegen und vielleicht im Einzelfall kurz darüber liegen können.
Wenn man jetzt weiterhin davon ausgeht, dass für NOAEL Werte für eine chronische Exposition angegeben werden, die man mit wenigen Minuten Kleben pro Tag eben nicht erreicht, relativiert sich dieses Statement wieder oder ich verstehe es komplett falsch.
Sicher wäre das im Kinder- und Jugendsport so trotzdem nicht akzeptabel.
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Ich bin auch kein Experte für derartige Dinge, Selbst habe ich das gesamte Schriftstück gelesen und z.T. Dinge weitergehend "ergooglet". Das im Einzelnen hier aufzuführen würde zu weit gehen. Denjenigen, den das Tatsächlich interessiert sollte das mMn auch besser selbst tun und sich dann seine eigene Meinung dazu bilden.
Ich selbst bin zu dem Schluss gekommen, dass der Umgang mit Lösungsmitteln gesundheitlich bedenklich ist. Durchschnittliche Raumluftwerte geben nun mal nicht das an, was ein Einzelner an Ausdünstungen tatsächlich einatmet. Je näher man sich an der Ausdünstungsquelle befindet, desto größer ist die Menge, die eingeatmet wird. Beim Frischkleben selbst, betrifft dass hauptsächlich die Frischkleber selbst und diejenigen die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Neugierige Kinder z.B.. Allerdings sind die z.T. verwendeten Mittel weitaus gesundheitsschädlicher wie die bei der durch das BfR zu Grunde liegenden Untersuchung. Benzol z.B. und natürlich auch eine unbekannte Menge an anderen Stoffen, die als Lösemittel dienen können. Es ist nun mal auch nicht auszuschließen, dass z.B. mal eine Dose mit Lösungsmittel (und zwar jeglicher Art, denn niemand kann garantieren, dass die lieben TT-Spieler nur die harmloseren Mittelchen verwenden) aus Versehen verschüttet wird und das auch Nahrungsmittel aus Versehen damit in Kontakt geraten. Was dann?
Langzeitstudien, die Aufschluss darüber geben könnten, ob gesundheitliche Folgeschäden durch immer wiederkehrenden Kontakt mit Lösemitteln, die in Einzeldosen als unbedenklich eingestuft werden, sind mir nicht bekannt. Ohne das es solche Studien gibt, die von unabhängigen Instituten durchgeführt worden sind, halte ich es zumindest für ratsam, es nicht einfach auszuschließen.
Wenn es keine echte Notwendigkeit gibt sich Lösungsmittelausdünstungen auszusetzen - und so sehe ich das beim TT - ist es ganz sicher immer gesünder wenn man dann auch ganz darauf verzichtet. Die Aussicht auf Erfolg im TT-Sport, scheint bei vielen das größte Hindernis zu sein, wenn es darum geht sich dieser einfachen und logischen Schlussfolgerung anzuschließen.