Einzelnen Beitrag anzeigen
  #114  
Alt 07.01.2011, 17:51
Benutzerbild von Setz-It
Setz-It Setz-It ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 03.09.2009
Beiträge: 5.661
Setz-It ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schnellere Alternative zu Donic Persson Power Allround

Nein, ich setze Katapult und Elastizität keineswegs gleich. "Katapult", wenn es sowas bei Hölzern überhaupt gibt, wäre für mich eher sowas wie eine unlineare Tempoentwicklung, wie bei einem Balsaholz, wo abhängig von der Kraft des durchgeführten Schlages sich das resultierende Tempo massiv ändert, bitte nicht an der Formulierung aufhängen, ist mir jetzt gerade für die Diskussion nicht so wichtig.

Mir geht es darum, dass bei den genannten Hölzern ein stärkeres "Nachschwingen" da ist, sie also trotz des höheren Tempos schwächer und langsamer die Schwingung abdämpfen.

Ein anderes gutes Beispiel ist ein normales BTY Jonyer der letzten Serien - durch das Außenfurnier aus Hinoki ein weicherer Anschlag als beim PPA und auch hier ein verzögertes Ausschwingen. Auch hier gibt es ein kräftigeres Schwingen als beim PPA, obwohl es deutlich schneller ist.

Ich habe das H-1-9 auch nicht gespielt, bloß zitiert, dass sich die einzelnen Exemplare nach Ansicht einiger sehr unterschiedlich spielen und einzelne Exemplare nach Auftreffen des Balles unangenehm "zittern", "brummen", "zucken" usw., man also noch mehrere Hundertstel- bis Zehntelsekunden nach dem Auftreffen des Balles noch den Schlag spürt, wie bei einem sehr leichten Stromstoß. Das sollte bei einem sehr steifen Holz eigentlich nicht passieren können. Sowas merke ich bei den Avaloxen eben auch, bei einem PPP ohne Senso nicht. Beim Dotztest, mit oder ohne Beläge oder halt im Spiel. Mein Vibrationssinn ist okay.

Darüber verstehe ich dein Argument mit der Anschlaghärte und dem Wahnsinn überhaupt nicht - man kann sich doch ein superdünnes, langsames, sehr steif verleimtes Holz mit kleinem Blatt mit zum Beispiel Deckfurnier aus Walnuss oder Ebenholz vorstellen. Das wäre dann sehr langsam mit hartem Anschlag und kaum elastisch=steif=keine Vibrationen. Ein dickes Hinokiholz kann steif sein, muss es aber nicht und wird wegen des Hinokis immer einen weichen Anschlag haben, immer weicher als ein lahmes Koto-Holz, immer weicher als ein langsam ausgelegtes Holz mit Zebranodecke usw.

Dass du beide Phasen deutlich spürst, möchte ich dir erstmal glauben, ich könnte das, glaube ich, nicht unterscheiden. Gibt es denn Hölzer für dich, wo sich diese beiden Phasen unterscheiden, so dass es für dich zum Kriterium wird? Also ein Holz, das stark ausgelenkt/verbogen wird, aber trotzdem sofort wieder in der Ausgangslage ist vs. ein Holz, das kaum ausgelenkt wird, aber aus dieser Position sehr lange merklich nachschwingt, bis es wieder die Augangsposition erreicht? Ich habe da echte Probleme, mir das vorzustellen...

Geändert von Setz-It (07.01.2011 um 18:10 Uhr)
Mit Zitat antworten