Zitat:
Zitat von Rudi Endres
Ich hatte gestern noch eine angeregte Unterhaltung mit Roman Bonnaire über das Thema. TT ist in der derzeitigen Form nur begrenzt fernsehtauglich. Viele Spiele sind langweilig. Schöne Ballwechsel sind Mangelware. Es ist daher sinnvoll über Änderungen zu diskutieren. Und zwar ohne, dass es gleich heißt, man prostituiere sich der Werbeeinnahmen wegen.
Und es muss möglich sein zu testen. Und zwar ohne, dass das Ergebnis in der ein oder anderen Richtung schon vorher feststeht.
|
Sorry, aber das halte ich für einen ausgemachten Blödsinn. Wenn ich zwei halbwegs gleichwertige Gegner habe, dann habe ich mich eigentlich selten bei einem TT-Spiel gelangweilt. Im Gegensatz dazu sind aus meiner Sicht so gut wie alle Fussballspiele über 85 min total langweilig und trotzdem schauen sich zig Millionen dieses Gegurke an.
Tischtennis als solches halte ich für durchaus fernsehtauglich. Es braucht hierzu jedoch eine gute Kameraführung, Superzeitlupen und nicht zuletzt einen guten Kommentator à la Rolf Kalb beim Snooker vielleicht noch mit einem kompetenten Kokommentator.
Was soll denn das Ziel irgendwelcher Reformen sein? Den Sport etwa (noch) langsamer machen und sämttliche Dynamik wegreformieren, damit wir ein "Ball über die Schnur" erhalten? Tja, für jeden Laien, den man dadurch vielleicht gewinnt, verliert man mindestens 10 Spieler auf der aktiven Seite. Für mich würde dies bedeuten, den bisher eingeschlagenen falschen Weg konsequent weiter bis zum bitteren Ende verfolgen. Das kann's doch nicht sein, oder?
Der richtige Weg lautet, den Sport in wesentlichen Teilen so belassen wie er ist. Reformiert gehört hauptsächlich der Bereich "zulässiges Spielmaterial". Massive Änderungen bräuchte es im Bereich der Spielmodi (insbesondere bei der DTTL und sonstigen Mannschaftswettbewerben). Und wenn man dann schon mal ein Spiel im Fersehn übeträgt sollte dies auch absolut professionell über die Bühne gehen.