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AW: Thesen von H.W. Gäb
Mehr Resonanz in der breiten Bevölkerung würde nicht nur den Topsport betreffen. Auf Dauer würde es sich auch an der Basis deutlich bemerkbar machen, nämlich dadurch, dass es viel mehr Nachwuchs geben würde.
Solange Tischtennis von vielen nicht als ernsthafte Sportart akzeptiert wird, werden Eltern ihre Kids immer eher in Richtung Fußball bewegen. Auch die schwierige Altersgrenze, ab der für so manchen Jugendlichen Tischtennis zu uncool wird, könnte abgefedert werden.
Stellt euch einfach mal vor, was 2-3 Jahre mit der öffentlichen Wahrnehmung ,wie es zB Biathlon seit einiger Zeit genießt, im Nachwuchsbereich bringen würden. Natürlich bräuchte man dazu auch einen Star, der erfolgreich und medientauglich ist.
Zusammengefasst, macht es also schon Sinn, sich auch als Breitensportler eine größere Präsenz des eigenen Sportes zu wünschen. Wem natürlich vollkommen egal ist, wie sich sein Sport und vielleicht sein Verein entwickeln, den interessieren Einschaltquoten etc. überhaupt nicht.
Den Weg ins Fernsehen über Regeländerungen zu finden, halte ich aber für absolut falsch. Klar, es muss ein fernsehtaugliches Wettkampfsystem sein. Das betrifft dann aber wirklich nur diese Top-Wettkämpfe.
Im Grunde hatte bis jetzt nur eine Rückschlagsportart Erfolg. Das war Tennis zu den Zeiten von Graf, Becker und Stich. Mit diesen Publikumsmagneten war es auch vollkommen egal, wenn die Spiele extrem lang oder auch mal eher unansehlich waren.
An 1 gegen 1 Sportarten mit TV-Erfolg fällt mir ansonsten nur noch Boxen ein.
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