Zitat:
Zitat von mithardemb
Ich denke schon.
1. Fußball ohne Kopf führt ähnlich wenig zum Erfolg wie Tischtennis ohne Kopf. Das Spiel ist keinesfalls weniger anspruchsvoll und langfristig erfolgreich kann man genau wie beim TT nur sein, wenn man sich auf den Gegner einstellen kann. Auch beim Fußball wird gern die Metapher "Schach" gerne verwendet. Da wird aus dem "Highspeed Schach" dann das "Rasenschach".
2. Timo Bolls Zitat mit dem Highspeed-Schach war vermutlich weniger auf die Materialspieler gemünzt. Gegen die spielt er eher selten. Gegen einen Frank Müller hat er übrigens auch schon einen Satz verloren. Nachdem dieser auch im Doppel gegen einen Jan-Ove Waldner einen Satzgewinn zu verbuchen hat kann man wohl schlussfolgern, dass es auch Material gibt welches Weltklassespieler und Genies Probleme bereitet. Nachzulesen z.B. hier: http://www.tt-siegenburg.de/mueller.html
3. Es gibt eine interessante Parallele zum Tennis. Dort hat Werner Fischer eine Bespannung entwickelt die mehr Rotation in den Ball gebracht hat. Der Verein aus seinem Heimatsort Vilsbiburg hat es damit sensationell bis in die Bundesliga gebracht. Der internationale Tennisverband hat diese Besaitung verboten.
siehe links unten in: http://plescher-events.com/plescher/?site=geschichte
Mein persönliches Fazit ist:
Wir brauchen Material, das allen Spielsystemen eine Chance gibt. Es ist damit sicher keine Lösung die langen Noppen zu verbieten, solange man nicht gleichzeitig das Material für offensive Spieler beschneidet.
Es hat speziell in den unteren Klassen durchaus schon Phasen gegeben, bei denen Spieler kurzfristig mehr als zwei Spielklassen nach oben gekommen sind die dort vom spielerischen Talent beim besten Willen nicht hingehört haben. Die Spiele waren dann auch eher grausam anzusehen. Ich habe da noch so spezielle Varianten des Curl im Kopf. Natürlich haben dann die anderen Spieler speziell gegen dieses Material trainiert und es wurde auch regeltechnisch entschärft, so dass der Höhenflug zu sehr kurz war.
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1.) Richtig Fußball ohne Hirn führt auch zu keinem Erfolg war aber vielleicht auch nur als Seitenhieb gemeint.
2.) Es passiert immer wieder dass man gegen schlechtere Gegner überraschend 1 Satz verliert, das hat nichts mit Material zu tun. Oft lasst sich das dadurch erklären das einem das Spielsystem des "unbekannten" Gegners nicht so geläufig ist.
Und ja mit Highspeed-Schach hat er wohl nicht Materialspieler gemeint weil das in der Regel Verteidiger sind und man gegen Verteidiger meistens auch mehr Zeit hat zum Überlegen wie man den nächsten Ball zurückspielt weil der Ball langsamer kommt als bei Gegentopspin-Duelle.
3.) Das Material für Offensivspieler einzuschränken halte ich genauso wenig für sinnvoll wie das Verbot von Langnoppen.