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Alt 27.01.2011, 17:05
Krulemuck Krulemuck ist offline
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Krulemuck ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Welche Auswirkungen hätte ein Verbot aller Langnoppen und Antitop Beläge?

Zitat:
Zitat von Variatio Beitrag anzeigen
Warum sollte die Absorption/Stauchung ein "glattes" Spielverhalten erzeugen - das hat ja vor allem was mit Rotationerhalt zu tun?
Du kennst bestimmt folgende Beobachtung: "Man kann absolut jeden Ball schießen, Hauptsache der Schuss ist hart genug!"

Jeder Ball hat zwei Komponenten - einen Geschwindigkeitsimpuls, und einen Rotationsimpuls. Der Geschwindigkeitsimpuls dominiert dabei, und zwar deutlich. Topspin- Beläge werden nicht etwa deswegen mit Schwamm unterlegt, damit der Schläger schneller wird, sondern damit er langsamer wird was die Geschwindigkeit des auftreffenden Balles angeht. Nur so wird das moderne Topspin- Spiel möglich. Der Ball wird zunächst durch den Schwamm gebremst, das bringt den Nachteil mit sich das seine Rotationsenergie sich voll Auswirkt, hat gleichzeitig aber den Vorteil das dem Ball nach dem kontrollieren des Ballkontaktes eigene Rotation aufgezwungen werden kann. Durch besondere Entwicklungen Hinsichtlich der Elastizität der Schwämme (Spring Sponge usw.) ist es möglich die Energie die zuvor aus dem Ball genommen wurde durch den sogenannten Katapulteffekt teilweise wieder zuzuführen. Dennoch ist jede Zaunlatte "schneller" als der beste frischgeklebte und getunte Tenergy.

Also, je fester der Schlag, und je härter das Material, umso weniger Einfluss hat die Rotation. Sie bleibt im Ball, hat aber keine Zeit zu wirken. Schlagtechniken die sich dieses Prinzip zu Nutze machen sind der Flip und der Schuss jeweils auf Unterschnittbälle. (Quelle: Schlag und Beinarbeitstechnik, offizielles Lehrbuch des DTTB.)

Kurze Noppen werden also hart, und bieten gleichzeitig wenig Reibungsfläche Fläche, wenn der Ball entweder hart auftrifft, oder hart geschlagen wird. Dieselben Voraussetzungen braucht auch ein „guter“ Anti für eine „gute“ „Schnittumkehr“ (Harter Schwamm, und glatte Oberfläche).

Vereinfacht gesagt: Kurze Noppen können sich in der Schnittabwehr besser spielen als ein Anti. Extrem Rotationsreiche Bälle können unter Zuhilfenahme der Schnittumkehr abgewehrt werden - solange sie relativ hart geschlagen sind. Harte Bälle können ihre zweifellos vorhandene Vorwärtsrotation so gut wie gar nicht entwickeln, und weiche Bälle können mit selbst erzeugtem Unterschnitt zurückgespielt werden, ist die Griffigkeit der Noppen zu hoch wird es an der Stelle schwierig – genauso wie bei „normalen“ Noppen Innen Belägen. Der Nachteil ist sicherlich das kleinere Trefferfenster, warum aber Lange Noppen in der Abwehr so extrem „fehlerverzeihend“ sind, kann ich dir nicht erklären - auch ich kapier nicht jeden Aspekt des Materialspiels…

Geändert von Krulemuck (27.01.2011 um 17:07 Uhr)
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