|
AW: beifall bei leichtem fehler des gegners
Beim Spielstand von 11:0 11:0 10:0 einen Aufschlagfehler des Gegners mit einem "Tschoooooooooooooooo!" zu quitieren halte ich für eine Situation für die es einen gewissen Erklärungsbedarf gibt.
(Es könnte ja sein das der Spieler eine Wette über 100.000 € laufen hat das er das Spiel zu 0,0,0 gewinnt. In dem Fall wäre das "Tschooooooooooooooo!" mehr als angebracht. Sonst wohl eher nicht...)
Grundsätzlich: Punkt ist Punkt. Wenn das Klatschen und Anfeuern aber Züge einer Kommunikation annimmt (Nonverbale Übermittlung der Botschaft: Haha du Vollidiot, du kannst nix, und du stinkst!) dann kann die Situation durchaus Züge von "Unsportlichkeit" haben.
Meine Empfehlung: Einfach immer auf Basis der Annahme operieren, das nichts was der Gegenspieler tut absichtlich bösartig oder unsportlich ist. Wenn Unstimmigkeiten aufkommen, kann man die Lage manchmal mit einem "Sorry, aber den hab ich wirklich gebraucht" oder "Sorry da kommt meine Nervosität durch!) entschärfen.
Grundsätzlich gilt: Fairness ist keine Etikette. Fairness ist eine Geisteshaltung. Wenn jemand nach dem Spiel zu mir sagt: "Gott sei Dank hast du den bei 9:9 verschossen, sonst wär's vielleicht anders gelaufen!" Dann hat sich doch die Frage, warum er gejubelt hat, schon geklärt.
Den Jubel von Spielern, Trainern, Zuschauern und Fans muss man differenzieren. Spieler jubeln aus Erleichterung. Trainer um positive Körpersprache zu zeigen. Zuschauer weil etwas sehenswert war, und Fans weil sie geistig nicht ganz zurechnungsfähig sind... ("Hoch emotionalisiert")
Geändert von Krulemuck (27.01.2011 um 23:43 Uhr)
|