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Hallo Holgi (2)..Bestimmt wirst Du nun die unterschiedlichsten Antworten auf Deine Frage erhalten – und das ist ja auch gut so. Also gebe ich nun auch meinen Senf dazu.
Ich war vor knapp 2 Jahren auch in der ähnlichen Situation, d. h. von meiner Noppen-Innen Rückhand ging nur wenig Druck aus. Ausserdem reizte mich auch der Umstieg auf ein Abwehrspiel (also klassische Abwehr, kein Zerstörspiel am Tisch). Mein bis dahin eingesetztes Material bestand aus einem Donic Persson Powerplay-Holz, VH-Mark V GPS 2,0 geklebt, RH-Tibhar Vari-Spin 1,8 geklebt.
Umgestiegen bin ich dann wie folgt auf: Andro Feedback, Andro-Clou 0,5mm auf der Rückhand, Vorhand spielte ich Tackiness in 1,3 mm.
Wahrscheinlich würde ich heute noch mit dem gleichen Material spielen, hätte ich nicht so einen brutalen Verschleiss in Sachen Andro-Clou gehabt. Nach 4 Wochen musste ich ihn immer erneuern, weil zuviel Noppen ausgebrochen waren. Der Belag verträgt wahrscheinlich das „Reinhacken“ nicht so gut, sondern ist bzgl. seiner Haltbarkeit, wohl mehr auf das Spielen am Tisch konzipiert worden – wie auch immer – irgendwann gab es dann keine Clous mehr..…und ich musste umsteigen. Ich habe dann eine Vielzahl diverser Langnoppen probiert, jede hat Vor- und Nachteile, ganz klar.
Sei Dir aber über Eines bitte im Klaren – das erfolgreiche Spiel mit einer langen Noppe bedarf einem hohen Trainingsaufwand. Gerade wenn Du bisher nur Noppen-Innen gespielt hast. Die Bewegungen sind je nach Belag, mehr oder weniger stak abweichend. Und gerade anfangs ist es wahsinnig frustrierend, wenn Dir die einfachsten Bälle (die Dinger, die man eigentlich nicht verschlagen kann..) im Netz, oder an der gegenüberliegenden Hallenwand landen (obwohl Du den Schläger nur „hinhälst“). Lass auch bloss nicht davon täuschen, wenn Du hoch motiviert mit einer neuen Test-Langnoppe in die Halle marschierst und Deine Gegner ein Fehler nach dem anderen produzieren. Im Training ist das was völlig anderes als in einem Spiel.
Ausserdem, wie gesagt, nach dem Clou habe ich bestimmt 10 verschiedene andere Noppen getestet und meist alle nach nur einer Trainigseinheit wieder eingepackt – aber, um feststellen zu können, ob der Belag nun zu Dir passt oder nicht, musst Du Dir viel mehr Zeit lassen und einige viele Trainigseinheiten damit spielen. Warte auf jeden Fall die Sommerpause ab, bevor Du Deine „Testorgie“ startest.
Und nun zu meinem Vorschlag: Werde Dir selbst erst mal schlüssig, WAS Du mit Deiner zukünftigen
Rückhand erreichen möchtest – dann entscheide Dich für eine Belagkategorie.
Ich würde auf jeden Fall auch an Deiner Stelle eine kurze Noppe mit in Betracht ziehen. Der Umstieg auf kurze Noppen wird Dir mit Sicherheit viel weniger Mühe bereiten. Damit kannst Du Dein Spiel sehr variabel gestalten und je nach Belag (kurze Noppen gibt es ja auch wie Sand am Meer) auch individuell die Eigenschaften zum Tragen kommen lassen (viel Tempo – dafür wenig Kontrolle, usw.)
Ich bin mittlerweile beim Stiga Clippa gelandet und damit sehr zufrieden.
Solltest Du Dich für eine lange Noppe entscheiden, würde ich Dir hiermit auch schon einen ganz konkreten Tipp mit auf den Weg geben: Butterfly Feint-soft in 1,0. Meiner Meinung nach ist es der ideale Belag für Umsteiger, weil man damit alles machen kann und sich erstmal an einige grundsätzliche Verhaltensformen von langen Noppen gewöhnt. Ich glaube, wenn Du Dich nach einiger Zeit umgestellt hast, kannst Du Dich mit weitaus weniger Mühe an einen „extremeren“ Noppenaussen Belag gewöhnen. Ich habe noch einige Feint-soft zuhause, solltest Du Interesse daran haben, schicke ich Dir auch gerne mal einen zu Testzwecken zu.
Ich hoffe, ich konnte Dir, trotz der vielen Worte, weiterhelfen.
Gruss
Tony
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