|
Auf jeden Fall hat der Autor des Artikels Recht, daß der Spielplan einer Profiliga nicht würdig ist.
Aber die Verantwortlichen stecken auch in einer Zwickmühle.
Sie haben zwei Möglichkeiten: eine sehr flexible Handhabung des Spielplanes, die es den Clubs erlaubt, gerade bei den Vertragsverhandlungen auf Sonderwünsche ihrer Spieler einzugehen.
Oder eben einen festen Spielplan, der eine professionelle Aussendarstellung erlaubt, aber den Vereinen bei der Verpflichtung von Top-Spielern einige Probleme bereitet, weil diese dann nicht mehr die Turniere spielen können, die sie spielen möchten (und bei denen sie einen guten Teil Ihres Lebensunterhaltes verdienen) oder weil deren Vorbereitung auf Großereignisse nicht mehr so individuell durchzuführen ist.
Bei einem solchen Spielplan dürfte es noch schwerer werden, internationale Spitzenspieler an sich zu binden.
Klar, man könnte die Kader aufstocken, um dann Ersatzspieler einzusetzen - aber der Verzicht der Aufsteiger auf die Bundesliga zeigt ja schon, daß es schwer genug ist, einen Viererkader zu unterhalten.
Weiteres Problem wäre dann, daß es zu "Wettbewerbsverzerrungen" kommen kann, wenn manchmal ein, zwei oder drei Ersatzspieler statt der Topstars eingesetzt werden. Und hier bitte nicht TT mit Fußball vergleichen - denn im TT ist ein Spieler, vor allem wenn es die Nummer 1 ist nunmal eindeutig entscheidender fürs Spielergebnis als in den meisten anderen Sportarten.
Die Verabntwortlichen sehen sich also im Dilemma, entweder einen vernünftigen Spielplan aufzustellen, aber dafür eventuell auf attraktive Stars in der Bundesliga zu verzichten oder eben wie jetzt vorzugehen
Ich will jetzt keine Lanze für die Bundesliga brechen, auch ich finde den Spielplan nicht akzeptabel, aber ich denke, es ist sinnvoller, darüber zu diskutieren, wie diese Prioritäten gesetzt werden sollten als über den Fitness-Vergleich von TT-Spielern und Fußballern.
|