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Alt 31.01.2011, 14:58
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AW: Richtlinie zur Schlägerkontrolle im DTTB

@TT&DT
Ich gebe dir recht, dass in vielen Fällen nicht die jungen Sportler verantwortlich gewesen sein mögen. Die Industrie hat nach jetziger Regellage ebenfalls keinen Regelverstoß begangen, aber vielleicht den Fehler gemacht, nicht darauf hinzuweisen, dass die aktuellen Beläge nicht aus der Verpackung heraus alle Testvorgaben erfüllen. Ich habe bislang keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Messgeräte nicht funktioniert haben - wie kommst du darauf? Im Gegenteil, es mehren sich die Stimmen, dass das miniRAE oft auf fabrikneue (ESN-/FT-)Beläge anspricht, das wäre eher erst recht ein Argument dafür, dass das Ergebnis vom WE auch mit einwandfrei funktionierenden Geräten zustandegekommen sein kann.
Zum Einsatz von miniRAE ist zusagen, dass es zum "vollen Programm" der maschinellen Schlägerkontrolle untrennbar dazu gehört, also entweder Kontrolle nach vorgegebenem Standard oder eben nicht. Bei den aktuellen Turnieren hat man sich für das "volle Programm" entschieden - mit den bekannten Konsequenzen. Das Nachspiel, dass sich aus dem ganzen ergibt, sollte sein,
-dass vermieden wird, mit zu hohen VOC-Konzentrationen an den Start zu gehen (Auslüften, Meiden von bestimmtem Material)
-dass höhere Funktionäre die ITTF auf die Diskrepanz in der Regel hinweisen (Kleben mit VOC ist verboten, nicht die Existenz von VOC im Belag), und bei Bedarf eine entsprechende Regeländerung vorgenommen wird
-dass Hersteller und Händler aufgefordert werden, die Versorgung mit regelgerechtem Material zu gewährleisten
-dass vorerst weiter mit dem vorgeschriebenen Verfahren flächendeckend weitergemessen wird, bis eine Regeländerung oder Änderung auf Seite der Hersteller erzwungen sind
-Beschimpfungen von unschuldigen SR und Maschinen unterbleiben, bis die Sache geklärt ist

Immer wieder werden Fehler von Regeln, Herstellern, Händlern und Spielern auf Ausrichter, SR und Messverfahren projiziert (die nichts dafür können und nicht selektiv einzelne Kriterien der Schlägerkontrolle eigenmächtig weglassen möchten). Das könnte man doch beim aktuellen Kenntnisstand doch nun wirklich mal lassen und die Anschuldigungen in die richtigen Richtungen lenken (Hersteller, Händler, Spieler selbst). Keiner, der professionell an die Sache herangeht, wird einen Spieler beschuldigen, sondern wird neutral feststellen, dass das Spielmaterial nicht zulässig war und fertig. Dass es hierfür eine Vielzahl von Gründen (von Hersteller über Händler bis hin zum Spieler) gibt, ist bekannt, tut aber eigentlich gar nichts zur Sache.
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