Hallo,
als "unbedarfter" Vater, dessen Tocher bei erstmaliger Teilnahme an einem solchen Turnier in die Falle Schlägerkonfiszierung gelaufen ist, möchte ich mich auch noch zu Wort melden. - Ich habe mich auf den Seiten des DTTB umgetan und in der Ausschreibung zu den "Nationalen Deutschen Schüler-Meisterschaften" zum Thema Kleben folgendes Zitat aus den ITTF-Regeln gefunden:
"Internationale Tischtennis-Regeln B
2.4 Kleben
2.4.1 Es liegt in der Verantwortlichkeit jedes Spielers zu gewährleisten, dass Schlägerbeläge mit Klebstoffen auf dem Schlägerblatt befestigt werden, die keine schädlichen flüchtigen Lösungsmittel enthalten.
2.4.2 Bei Welt- und Olympischen Titelwettbewerben wie auch bei einer ausgewählten Zahl von Veranstaltungen der ITTF Pro-Tour und Veranstaltungen des Jugend-Circuit müssen Schläger-Kontrollzentren eingerichtet werden; bei kontinentalen und regionalen Veranstaltungen können sie eingerichtet werden. Das Schläger-Kontrollzentrum prüft (…) Schläger, um sicherzustellen, dass die Schläger allen ITTF-Bestimmungen entsprechen. (... - Auslassung so schon auf der DTTF-Seite, p47623)
2.4.3 Zur Befestigung der Schlägerbeläge auf dem Schläger muss ein ordentlich belüfteter Raum bzw. Bereich zur Verfügung gestellt werden, und Flüssigkleber dürfen nirgendwo sonst in der Austragungsstätte verwendet werden."
aus:
http://www.tischtennis.de/media/down...dfischbach.pdf
2.4.2 würde ich so interpretieren, dass der WTTV die Schläger-Kontrolle bei diesem Turnier auch hätte vollständig unterlassen können, und bezogen auf 2.4.3 frage ich mich, wie diese Empfehlung zusammenpasst mit der Empfehlung des WTTV, einen Schläger nach Neubeklebung mindestens 72 Stunden auslüften zu lassen.
Es wird offenbar mächtig über's Ziel hinausgeschossen; ich fand die Vorgänge jedenfalls unglaublich und hätte die Teilnahme am liebsten abgebrochen; das aber hätte ich meiner Tochter nicht vermitteln können.
Und nicht zuletzt: Beim Sport wird so gerne die gesellschaftliche Bedeutung hervorgehoben; was ist hier das (geheime) Lernziel?
Sportliche Grüße aus dem Rheinland!