Einzelnen Beitrag anzeigen
  #9  
Alt 09.02.2001, 00:07
Clausthaler Clausthaler ist offline
Vorhand, nein danke!
Foren-Stammgast 500
 
Registriert seit: 21.12.2000
Ort: am park
Alter: 48
Beiträge: 511
Clausthaler ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Moin

Nur so zur Einleitung: In der vorletzten Sommerpause war ich ziemlich TT-müde weil es nicht mehr so richtig vorwärts gehen wollte. Da hab ich mir mal zum Spass ´ne Langnoppe gekauft (damals den Bamboo), weil mich das Abwehrspiel schon immer gereitzt hat. In der Saison vor besgter Sommerpause hab ich in der 1. BK unten ausgeglichen gespielt. Meine Bilanz dann in der Hinrunde Bezirkslige an 6: 13:1 und nach der Rückrunde an 3: 14:2.

Wie oben schon gesagt ist es sehr wichtig über einen guten Schuss zu verfügen (Rückhand wie Vorhand), denn Geschenke soll man doch annehmen. Was mir am Anfang immer gefehlt hat war der Rückhand Topspin mit dem ich vorher die meisten Punkte gemacht hatte. Deshalb find auch ich, daß es unerlässlich ist flexibel zu spielen (drehen). Sonst ist man zuleicht ausrechenbar. Es erfordert sehr viel Übung auf schnittlose Bälle (z.B.: Rollaufschläge) nur mit Langnoppen zu spielen.
Anfangen würde ich wenn dann mit einer gut zu kontrollierenden Langnoppe (Bamboo etc.) allerdings mit einem sehr dünnen Schwamm.
Für mich liegt der grosse Vorteil einer langen Noppe darin, daß der Gegner sich bei jedem Ball höllisch konzentrieren muss um zu wissen was für Schnitt gerade auf ihn zugeflattert kommt. Wärend dessen man selber auch mal einen "Eierbal" spielen kann. Da ich sehr spät mit TT angefangen habe, wurde mir das Spiel oft zu schnell undich hab viele unsaubere Bälle am Tisch gespielt und für die Halbdistanz fehlte mir die richtige Beinarbeit. Da kommt es einem schon entgegen, daß man mit Langnoppen einfach einen Schritt zurückgehen kann und mit scharfen Schnittbällen das Tempo aus dem Spiel nehmen kann.
O.g. Effekte relativieren sich meines Erachtens aber 1. mit dem 40 mm Ball (weniger Schnitt) und 2. mit jeder höheren Spielklasse. Denn je höher man spielt, desto eher trifft man auf einen der die Mittel hat auch schärftsten Schnit zu entschärfen und tote Angiffs-Blockbälle zu retunieren.

Übrigens finde ich, daß es im Osten eher möglich ist mit Langnoppen Erfolg zu haben, einfach weil bis ´89 sehr wenig Gemüse gespielt wurde (wenn man schon was schmuggelt, dann wenigstens richtige TT-Beläge)und auch heute noch hier viel weniger Noppenfredels rumlaufen.

Wenn du einmal einen Entschluss gefasst hast, dann lass dich nicht, wie oben auch schon gesagt, von Trainingsmisserfolgen oder von Leuten, die meinen du würdest mit glatten Belägen besser spielen, entmutigen. Das sind meistens die Leute die gegen dich dann 2 mal Schneider vom Tisch gehen oder die Angs haben das du sie überholst.

MfG

Ralf
Mit Zitat antworten