Zitat:
Zitat von Setz-It
Klar kann man als Hersteller entgegenkommend sein und dem Spieler vollständig ausgelüftetes Spielmaterial zur Verfügung stellen. Es gibt aber keine Möglichkeit, den Hersteller dazu zu zwingen,
|
Du machst Witze. Die ITTF kann jederzeit jeden Hersteller dazu bringen Beläge nur noch dann ausliefern zu dürfen, wenn der VOC-Grenzwert eingehalten wird. Genau dafür ist die ITTF als vorgebende Institution ja da. Das können sie im Übrigen genauso, wie sie darüber entschieden haben, dass einzelne Beläge - aus welchem Grund auch immer - ihre Zulassung verlieren. Sie müssen es halt nur tun. Ein guter Zeitpunkt wäre mit dem erscheinen der nächsten LARC.
Zitat:
Zitat von Setz-It
Ich bleibe auch für die Schlägerkontrolle dabei, dass eine Kontrollrichtlinie einer Regel nur die Regel selbst umsetzen sollte (das ist bei miniRAE nicht der Fall) und hierarchisch niedriger steht, als die Regel selbst.
|
Dann halt noch mal für dich die entsprechende Regel:
B 2.4.2.1 Das Schläger-Kontrollzentrum prüft – nach den auf Empfehlung des Materialkomitees vom Exekutivkomitee festgelegten Richtlinien
und Verfahrensweisen – Schläger, um sicherzustellen, dass
die Schläger allen ITTF-Bestimmungen entsprechen. Dazu gehören
u.a. (Aufstellung ist nicht erschöpfend) Dicke und Flachheit des
Schlägerbeläge sowie etwaiges Vorhandensein schädlicher flüchtiger
Substanzen.
Genau das was dort beschrieben steht wird dann in den T9 detailliert beschrieben und auch genau so umgesetzt. Ganz normal und eigentlich für jedermann nachvollziehbar.
Zitat:
Zitat von Setz-It
Wenn die Regel keine Aussage zum Auslieferungszustand von Belägen enthält, kann das nicht über den Umweg der Kontrollrichtlinie einfach mal eingeführt werden,
|
In den Regeln steht auch nicht genau beschreiben, wie ein NA-Belag beschaffen sein muss, dass er zugelassen wird. Das steht auch erst in T4.
Zitat:
Zitat von Setz-It
Sinn der Diskussion ist es, dass, wenn das gewünscht wird, eine Regel geschaffen wird, nach der ein neuer Belag in unaufgeklebten Zustand den miniRAE-Test bestehen muss, jedenfalls scheint das die Forderung einiger (auch von Dir, wie ich es verstehe) zu sein.
|
Eine Diskussion hier im Forum bewegt gar nichts. Ich kann auch gar nichts fordern. Ich sehe nur die Probleme, die allein dadurch entstehen, dass Beläge mit von Haus aus viel zu hohen VOC-Werten ausgeliefert werden. Ebenso sehe ich die Probleme, die dadurch entstehen, dass es keine zugelassenen Kleber gibt, die nachweislich VOC-frei kleben. Ein "lustiger" Aufdruck "VOC-free" auf einem beliebig daherkommenden Kleber ist da nicht der Weisheit letzter Schluss.
Das es jetzt im Amateursportbereich des DTTB - der selbstverständlich den gleichen Regeln wie bei den Profis unterworfen ist und nach meiner Auffassung auch sein soll - zu Anfeindungen in Richtung Schiedsrichter kommt, kann nicht so weiter gehen! Schiedsrichter - wenn sie ihren Job ernst nehmen - haben gar keine andere Möglichkeit, als sich an die Vorgaben des DTTB zu halten und wie auch die ITTF darauf zu verweisen, dass Spieler beachten sollen, dass ihre Schläger nach der Montage 72 Std ausgelüftet werden sollen. Die ITTF schränkt das sogar noch dahingehend ein, dass sie zur Vorsicht empfiehlt noch einen Ersatzschläger mit sich zu führen. Das kann nur so verstanden werden, dass die ITTF nicht ausschließen kann, dass nach 72 Std nicht doch noch mehr VOC nachgewiesen werden kann, als es der Grenzwert fordert.
Deshalb sollte sich am Besten die ITTF bewegen und den Herstellern abverlangen Beläge nur noch in einem Zustand ausliefern zu dürfen, der diesen Grenzwert einhält. Des Weiteren sollte die ITTF auch Kleber zulassen.
Wenn das nicht geschieht, wird es nicht dazu kommen, dass Kollateralschäden weitestgehend ausgeschlossen werden können und Schiedsrichter werden weiterhin als Prellböcke missbraucht.
Auf großen Turnieren, wie etwa einer Verbandsmeisterschaft - in welcher Altersklasse auch immer - wird selbstverständlich von vielen, wenn nicht sogar von den Meisten, mit optimalen Material gespielt werden wollen. Ein fabrikneuer Belag dürfte da bei den Meisten das Mittel der Wahl sein. Ganz normal und jeder TT-Spieler kennt das schließlich selbst. NI-Beläge halten nicht ewig.
Für den Übergang - also bis sich die ITTF bewegt und das kann dauern - sehe ich nur eine nationale Lösung. Das Einrichten von Kleberäumen auf Turnieren bei denen Schlägerkontrollen mit dem minirae durchgeführt werden. In dem Raum ist der zuständige Schlägerkontrolleur dann auch mit seinem Equipment anwesend. Dort dürfen dann originalverpackte Beläge mit Voc-freien Klebern auf die Hölzer unter Aufsicht montiert werden. Diese Schläger werden dann nicht mit dem minirae getestet bzw nur zur Erhebung einer Statistik. Ausgegegen werden sie dann - genau wie die getesteten Schläger - vom SRaT beim nächsten Spiel.