Zitat:
Zitat von RedStar
Ist es denn verboten, von einem Regelverstoß des Gegners zu wissen und es nicht auf dem Bogen einzutragen?
Muss ich dann auch Angst haben, verschiedene Trikots des Gegners nicht zu vermerken?
Muss ich Angst haben, eine nicht mehr zugelassene Barnanoppe des Gegners nicht zu vermerken?
Muss ich Angst haben, eine laut Regeln nicht nicht reguläre Halle des Gegners nicht zu vermerken?
Denunzierungspflicht?
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Zunächst mal gehe ich auch bei Regularien im Sport vom Grundsatz: Wo kein Kläger, da kein Richter" aus.
Der hier dargelegte Fall hat zumindest nach meinem Empfinden einen sehr faden Beigeschmack. Da wurde eine Staffelleiterin wie die sprichwörtliche Sau durch Dorf getrieben, nur weil sie ein Spiel nach bestem Wissen und Gewissen gewertet hat. Ohne den vorgegebenen Spielplan für beide Mannschaften zu kennen und ohne beide Spielberichte zu kennen, würde ich mich jedenfalls schwer hüten, der betreffenden Staffelleiterin einen Fehler vorzuwerfen. Aber genau das passiert hier grade. Niemand weiß belastbar was letztendlich zu der Entscheidung der Staffelleiterin geführt hat, beiden Mannschaften das Spiel als kampflos verloren zu werten. Ich habe lediglich aufgezeigt, dass es gute Gründe - die auch in der WO des TTVN verankert sind - geben könnte, die zu der Entscheidung geführt haben.
Ein solcher Fall, dass ein Heimverein bei zwei parallel angesetzten Spielen einen Spieler in beiden Spielen einsetzt ist sicher nicht alltäglich und eher eine Ausnahme. Dass das nicht statthaft ist, ist geklärt. Dass es dazu nur kommen konnte, weil sich zumindest die Gastmannschaft, die an dem Spiel beteiligt war, in dem der betreffende Spieler als Ersatzspieler in der Heimmannschaft mitspielte, aktiv an dem Verstoß mitgewirkt hatte, halte zumindest ich für sehr wahrscheinlich. Um das beurteilen zu können, müsste man die Spielpläne für beide Spiele kennen und auch beide Spielberichte. Ich kenne sie nicht, aber ich weiß, dass die Staffelleiterin sie kannte.
Deshalb sehe ich erst mal keinen Anlass, an der Korrektheit der Entscheidung zu zweifeln. Es steht dem bestroffenen Heimverein selbstverständlich frei, Protest gegen die Entscheidung einzulegen. Einen solchen Fall hier öffentlich zum Nachteil der Staffelleiterin ohne genaue Angaben auszuschlachten, finde ich nicht wirklich angebracht. Ich gehe mal davon aus, dass die Staffelleiter im TTVN auch ehrenamtlich tätig sind und für diese Aufgabe einiges an Zeit investieren. Das man solche Leute dann öffentlich vorführt, halte ich nicht für fair. Ganz sicher sind auch Staffelleiter nicht fehlerfrei und wenn Fehlentscheidungen getroffen wurden, sollte man sie auch ansprechen und aufklären. Ich selbst habe immer die Erfahrung gemacht, dass sich jedes Problem mit einen sachlichen Gespräch klären lässt. Sollte ein Fehler gemacht worden sein, hatte sich bis Dato noch kein Staffelleiter mit dem ich (im WTTV) zu tun hatte, einen Zacken aus der Krone gebrochen und sie dann auch revidiert. Es kam natürlich auch vor, dass sich herausgestellt hat, dass die Staffelleitung richtig - nämlich im Sinne der für alle gültigen WO - entschieden hat. Dann habe ich mich allerdings auch so verhalten, wie es sich gehört. Nämlich die Entscheidung ohne zu murren akzeptiert.