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AW: Thesen von H.W. Gäb
Ein Punkt, der bei der Beschränkung der Spielzeit von einzelnen Spielen auch noch zu beachten wäre:
Welche Spiele würde das denn betreffen ?
Nicht das 11:3, 11:4, 11:3, bei dem ein Spieler deutlich überlegen ist, und es somit weder zu Spannungsmomenten noch zu besonders vielen starken Ballwechseln kommt.
Vielmehr würde das die Spiele beschränken, bei denen evtl jemand eine tolle Aufholjagd nach 0:2 Rückstand starten würde (die dann evtl jäh von der Beschränkung gestopt würde). Oder die, bei der es in jedem Satz in eine dramatische Verlängerung geht (und weil das bei den kurzen Sätzen deutlich häufiger vorkommt, halte ich die Regeländerung auch immer noch für eine der gelungensten der letzten Jahre) , oder aber auch die, wo sich Angreifer und Abwehrer lange Ballwechsel aus Augenhöhe liefern. Also genau die Spiele, die für die Zuschauer interessant sind.
Mer Emotionen im Spiel fände ich gut. Frage mich allerdings wo die herkommen, wenn z.B. auf ein einheitliches System mit Vierermannschaften umgestellt wird. Bei uns zumindest kommen die meisten Emotionen von den drei gerade nicht aktiven Spielern. (Aber gut, das ist ein anderes Thema, das wir schon häufig diskutiert haben)
Gäbs Erwiderung in der Tischtennis hat durch seine Ausdrucksweise leider einen recht faden Beigeschmack, obwohl ich seine Einschätzung, man müsse eben auch mal ungewöhnliche Dinge testen (vorausgesetzt, die Tests und der anschließende Entscheidungsprozeß sind sinnvoll geregelt), gar nicht so schlecht finde.
Da werden Leute, die sich hier an der Diskussion beteiligen, als "anonyme Falschspieler" bezeichnet (ich mag zwar Diskussionen auch lieber, wo jemand mit seinem Namen zu seiner Meinung steht, aber letztlich dürfte es z.B. für einen Herrn Gäb keine Rolle spielen, ob er weiß, dass ich Andreas Lehmkuhl bin).
Er wirft Kritikern vor, sie hätten seinen Text nicht richtig gelesen, Materialspieler reagierten nach seiner Menung sowieso immer hitzköpfig.
Vielleicht sollte auch ein herr Gäb zugestehen, dass er sich nicht immer richtig eindeutig ausgedrückt hat, z.B. bei seiner Anmerkung mit dem "destruktiven Material" (wobei seine Einschärtung zur Unberechnbarkeit von GLN auch zumindest diskussionswürdig sind).
Merke: wenn mich sehr viele Leute anscheinend falsch verstehen, dann muss das nicht immer nur an den anderen liegen.
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