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AW: DER Thread für politisch Interessierte
Da wir in der heutigen Zeit gläserne Menschen sind, jegliche persönliche Daten gesammelt, systematisiert und archiviert werden, möchte ich hier unter zumindest vermeintlicher Anonymität meine Gedanken zum Besten geben.
Nur soviel möchte ich preisgeben, ich komme aus Österreich.
In meinem Einstiegsbeitrag würde ich mich gerne zu Carstens Brüderchen´s Wortmeldung äußern:
Ja, und dann sind wir wieder bei der Frage, was man ändern kann, damit die Umstände sich verbessern. Dass dieses Unterfangen jedoch ziemlich aussichtslos ist, habe ich auch schon skizziert. Also bleibt für mich nur noch die Frage, was ich ändern kann, wenn die Umstände sich nicht ändern lassen. Da bleibt mir nur der Schluss, dass ich mich selbst ändern muss. Ob in der Biologie oder in der Wirtschaft nennt man das 'Anpassung'. Oh, da tönt der nächste Aufschrei: "Ich will mich nicht anpassen!". Tja, und dann dreht man in freudiger Erwartung die Liste mit den Möglichkeiten um und stellt fest, dass da nichts mehr steht...
Ich glaube, dass in der heutigen Profitgesellschaft, die in vielen Bereichen einen Mangel an Ethik und Werten erkennen lässt, ein Umdenken einsetzen muss und dass dies auch zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen führen kann.
Was meine ich damit: ZB zeigt sich anhand von Umwelt und Lebensmittelskandalen der letzten Zeit, zb Ölkatastrophe im Golf von Mexiko oder Dioxinskandal, dass nicht nur die Umwelt durch Profitgier zerstört wird, sondern die Menschen selbst bei der Ernährung vor der Selbstzerstörung nicht Halt machen.
Wenn nun ein Umdenken bei der Menschheit einsetzen würde, könnte zB durch mehr artgerechter Tierhaltung, qualtitativ hochwertigerer Lebensmittelverarbeitung, vermehrter Kontrolle der Verfahren, Arbeitsplätze geschaffen werden.
Ein großes Problem stellt der Import von vielen Rohstoffen und Verarbeitungsprodukten aus Entwicklungsländern oder Schwellenländern da, sodass natürlich die potentiellen Arbeitskräfte im eigenen Land nicht mehr gebraucht werden. Wenn nun, soweit als möglich im eigenen Land produziert werden würde, gebe es wieder einen größeren Bedarf an Arbeitskräften. Das setzt natürlich voraus, dass die Menschen bereit wären, mehr für die Ware zu bezahlen. Ok, dann bräuchten die Leute auch mehr Geld im Börserl. Das ist aber gerade der springende Punkt, mehr Arbeitskräfte bedeuten mehr Steuern, weniger sozial Bedürftige und die vorhandenen Sozial-Bedürftigen könnten aufgrund des größeren Steuervolumens auch mehr Geld im Monat zur Verfügung haben.
Es muss in der Gesellschaft ein Umdenken einsetzen, weg vom Profit, hin zu Qualität und würdigen Arbeitsbedingungen, die am ehesten im eigenen Land sind und nicht in Drittweltländern. Sie sind hier zumindest partiell besser. Es bedarf der Bewusstwerdung der Notwenigkeit von Werten.
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