"Demut", "Bescheidenheit", "Hilfsbereitschaft" - schöne Worte...!
Doch was wäre, wenn tatsächlich plötzlich
alle Weltenbürger demütig, bescheiden, hilfsbereit usw. wären? Dann hätten diejenigen, die diese Werte immer und immer wieder als erstrebenswerte Maxime der Menschlichkeit fordern, mit einem Mal gar kein Räppelchen mehr. Man könnte sich nicht mehr über die "Boshaftigkeit" anderer Menschen ereifern, man könnte niemandem mehr Vorhaltungen machen, man hätte gar keine Bühne mehr für die eigene Gutheit...weil ja plötzlich alle 'gut' sind. Da würde man sich ja plötzlich gar nicht mehr so wohltuend vom verachtenswerten Rest der Menschheit unterscheiden...
Nicht auszudenken, welche Auswirkungen das auf die Psyche der bis dahin einzigen 'Guten' hätte!
By the way: Ist jemand, der Demut fordert, selbst demütig? Oder erhebt derjenige sich eher über Andere, indem er seine Lebenseinstellung als 'richtiger' voranstellt und diese als gesellschaftlichen Imperativ formuliert...?
Grüßle