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Schweizer System ist sehr gut für große Turniere geeignet
Bin einer dieser besagten Schachspieler (z.Zt. OL) und habe schon zig Turniere nach Schweizer System gespielt. Ich kenne keinen besseren und gerechteren Auslosungsmodus!
Vielleicht noch ne Bemerkung zur Auslosung der ersten Runde (hatte es schon mal gepostet, es sind aber sicherlich einige Neulinge hinzugekommen, die den Post noch nicht kennen, daher bringe ich es hier nochmal): Nehmen wir an, wir haben 20 Teilnehmer, dann werden alle Spieler der nominellen Spielstärke nach sortiert (bester Spieler 1, zweitbester 2 usw.), dann lost das Programm die erste Runde wie folgt aus:
1-11
2-12
3-13
.
.
.
10-20
, d.h das Teilnehmerfeld wird in zwei Hälften gesplittet und dann die jeweils Ersten, Zweiten, Dritten der beiden Hälften gegeneinander gelost. Damit ist gewährleistet, dass die ganz Guten nicht gegen die ganz Schlechten kommen (1-20, 2-19, 3-18 usw.) und die Mittelstarken bereits in der ersten Runde gegen Ihresgleichen spielen müssen (das wäre ja ungerecht), sondern jeder der oberen Hälfte bekommt einen Gegner, den er normalerweise schlagen müßte, d.h. der Spielstärkeunterschied aller Pärchen ist in der ersten Runde in etwa gleich groß.
Manchmal hat man Pech, rutscht gerade so in die zweite Hälfte rein und muss dementprechend gleich gegen den Turnierfavoriten antreten, aber einen Tod muss man eben sterben.
Wie bereits gesagt wurde, besteht der große Vorteil des Systems darin, dass sich im fortgeschrittenen Turnierverlauf automatisch immer mehr die Spreu vom Weizen trennt und jeder Spieler solche Gegner zugelost bekommt, die ihm spielstärkemäßig in etwa gleichkommen. Damit werden auch zu große Frusterlebnisse vermieden.
Gruß,
Jancsi
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Tue Gutes und red' drüber!
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