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Alt 18.02.2011, 14:09
heisser Riese heisser Riese ist offline
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AW: Verbandsliga Gruppe 4 2010/2011

Zitat:
Zitat von Bernie Bär Beitrag anzeigen
Ich befürchte, dass die RLO mit ihren "Superanforderungen" an die Vereine (Gebühren, Schiedsricher, Strafen etc.) ziemlich viel kaputt gemacht hat.
Der Unterschied zwischen VL und OL wird somit fast so schon groß, dass man dort nicht mehr von Amateursport reden kann.

Und somit werden sich sehr viele Vereine genau überlegen, ob sie sich das antuen werden.
Zumal das Leistungsgefälle damit zwangsläufig steigt.
Schau Dir z.B. mal Porselen an. Die haben doch bestimmt keine schlechte Mannschaft und in der OL: Keine Chance.

Schade, dass jetzt schon ab OL nur das Geld in den Vordergrund rückt.
Das war von Anfang an abzusehen, daß die Änderung keine positiven Auswirkungen hat außer für die Verfechter TT-spielerischer Klasse nach dem Motto: "Die OL muß endlich stärker werden, weil der Sprung in die RL womöglich zu groß ist."
Das ist nie das Problem gewesen: Die Aufsteiger, die unbedingt RL spielen wollten haben in der Vergangenheit dann auch in der RL (mit den entsprechenden Verstärkungen) prima spielen könne (siehe Neviges, Schaephuysen..., natürlich steigen Aufsteiger auch schon mal wieder ab, wie in jeder anderen Sportart auch).
Statt dessen: Das Problem Klassenunterschied OL-RL ist verlagert worden in VL-OL, damit kann kein Verein mehr mit geringen finanziellen Möglichkeiten aber Superarbeit in die OL. Das heißt auch, daß zahlenmäßig mehr Vereine das Problem haben, das vorher nur die OL-Spitzenteams hatten.
Es entstehen unproduktive Kosten (Schiris, Startgeld, 2. Satz Trikots, Hosen...), die ebendiesen Vereinen noch größere Probleme bereiten.
Es werden weniger Spiele bestritten. Für mich ein nicht zu unterschätzender Nachteil, der nur für gutbezahlte Amateure prima ist, die jährlich eine gewisse Summe bekommen, aber dafür jetzt nur noch 18 mal statt 22 spielen müssen.
Das ist mal ein Model für die Wirtschaft: 18% weniger arbeiten, für die gleiche Kohle. Für die Spieler (Mitarbeiter) super, für die Vereine (Arbeitgeber) wohl nicht so erstrebenswert. Die guten, jungen Spieler, oder die alten, die diesen Sport aus Spaß bestreiten, müssen darunter leiden. Der Spielplan ist in unseren Klassen nicht zu dicht, wie evtl. bei den Profis, aber das interessiert doch eigentlich in unseren Klassen niemanden.
Wenn es nach mir ginge wäre ich genau für den umgekehrten Weg: Wenn so viele Klassen nicht besetzt werden können kann man ruhig ein oder zwei Klassen wegfallen lassen aber dafür mit 16 Teams spielen. Dann geht die Amateursaison eben bis Mai (die Saisonpause von April bis September ist eh zu lang) und solche spielfreien Wochenenden für die German-Open braucht eh keiner von uns. Ich gebe zu: Das ist etwas provokant, aber durchaus ernst gemeint, auch wenn das keine Chance hat. Für TT als Breitensport wären das aber eher positive Veränderungen, aber es geht ja nur um die Profis.
Hier kann mir jeder irgendwelche tollen Argumente bringen: Der einzige Grund für die Änderungen ist Geldbeschaffung für den Verband!

Gruß von einem überzeugten TT-Spieler, der auch als Trainer versucht, (trotz aller Veränderungen durch den Verband) immer weiter junge Leute für unseren Sport zu begeistern.
Michael Poos
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