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Alt 20.02.2011, 19:59
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AW: Verdeckte Aufschläge

Zitat:
Zitat von Krulemuck Beitrag anzeigen
1. Der Schiedsrichter am Tisch oder sein Assistent entscheidet. Nicht der Oberschiedsrichter. Nicht der Rückschläger. Nicht der Zuschauer. Nicht der Bundestrainer. Und nicht der Hausmeister.

2. Der Schiedsrichter am Tisch (und sein Assistent) müssen überzeugt sein können das ein Aufschlag korrekt war. Um zu dieser Überzeugung zu gelangen achten der Schiedsrichter am Tisch (und sein Assistent) in Bezug auf das verdecken des Balles auf die Regeln 6.2 und 6.5.

Das heißt:
Wenn der Ballwurf und das Wegziehen des freien Armes korrekt ausgeführt werden, kann der Schiedsrichter davon überzeugt sein das der Aufschlag den Regeln entspricht.

Wenn der Ballwurf nicht korrekt durchgeführt wurde, kann der Aufschlag als Fehler gewertet werden, weil der Ballwurf nicht korrekt erfolgte. (6.2)

Wenn das Entfernen des freien Armes und der freien Hand nicht korrekt erfolgte, kann der Aufschlag als Fehler gewertet werden, weil das Entfernen des freien Arms und der freien Hand nicht korrekt erfolgte. (6.5)

Für das taktische Verhalten des Rückschlägers (Rückschlagposition) ist nur der Rückschläger verantwortlich. Das heißt in der Praxis, das ein vorhanddominanter Rechtshänder seine Rückschlagposition gegen einen aufschlagstarken Linkshänder möglicherweise etwas mehr zur Mitte verschieben muss und umgekehrt.

Noch ein Tipp für die Kreisliga in Bezug auf die Regeln 6.2 und 6.5: Die klar erkennbare Absicht sich regelkonform zu verhalten muss reichen. Lediglich das komplette Ignorieren von 6.2 und 6.5 (also: Aufschlag aus der Hand oder Aufschlag unter dem Arm) kann ich, unter Beachtung von Regel 6.7 (körperliche Einschränkungen - beispielsweise bei älteren Spielern) nicht durchgehen lassen.
Ganz so ist es nicht. Kleiner Auszug aus dem "handbook for match officials", also den Handlungsanweisungen für Schiedsrichter :
10.5 Visibility
10.5.1 The primary requirement of the current service law is for the server to ensure that both the receiver and the umpire or assistant umpire can see the ball throughout the service.
The umpire or assistant umpire should look to see that the ball is not hidden from the receiver at any stage by any part of the body, or anything he is wearing or carrying, and that the server clearly removes his free arm, which includes the free hand, from the space between the ball and the net, as soon as he releases the ball.
10.5.2 The ball must be above the level of the playing surface at the start of service. There is, however, no specific requirement for the receiver to be able to see the racket throughout service, and the server may quite legitimately begin service with the racket concealed, for example, behind his back.
10.5.3 From their positions in line with the net it may be impractical for the umpire and/or an assistant umpire to judge whether the ball is struck illegally if it is struck close to the end line or beside a player’s body. It is, however, the responsibility of the player to serve so that the correctness of his service action can be seen and if he serves near the margins of illegality he runs the risk of being penalised.

Im Übrigen : man tut sich selten einen Gefallen wenn man in Diskussionen von vorneherein einen überheblichen und den anderen herabwürdigenden Standpunkt einnimmt. Mag ja sein dass Du in einer höheren Liga und besser spielt als die allermeisten der Forenschreiber hier - ABER : es ist nicht opportun dies herabzuwürdigen z.B. durch Deinen letzten Absatz "Noch ein Tipp ..." - er ist zudem völlig gegen das Wettkampfvertändnis : Regeln sind in der Kreisklasse wie bei Weltmeisterschften alle gleich und alle einzuhalten. Wettspielordnungen oder Turnierordnungen mögen abweichen - die Grundregeln nie.
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