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Alt 23.02.2011, 15:22
JanMove JanMove ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Keine Ahnung. Bist Du Doktor? Ich habe nur eine popelige 80-seitige Prüfungsarbeit in BWL auf Bachelor- Niveau geschrieben und dort sehr wenige Quellen verwendet. Aber auch dort musste ich aufpassen bei der Bearbeitung der Arbeit alle Quellenangaben weiterhin richtig mitzuführen. Bei einer derartig umfangreichen Arbeit wie bei Guttenberg kann die Übersicht vorübergehend schon mal verloren gehen. Und promovierte Kollegen haben fast schon ehrfurchtsvoll davon geredet, wie umfangreich die Verwendung von Quellen im Jura- Studium nötig ist.
Ja.
Es ist ja nicht so, dass die Quellen beim Zitieren im Laufe der Zeit irgendwie durcheinander gekommen sind. Dann wäre die Zuordnung nicht richtig gewesen, was ja vielleicht vorkommen kann. Es fehlen die Quellenangaben an vielen Stellen komplett. Und wenn ich etwas wörtlich zitiere, dann setze ich das entweder in italic oder in Anführungszeichen. Dann wäre wenigstens ohne Quellenangabe zu erkennen gewesen, das es sich um ein Zitat von woher auch immer handelt.
Warum das Zitieren bei Juristen so viel anders und insbesondere schwieriger sein soll als in anderen Wissenschaften erschliesst sich mir immernoch nicht.

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Nein, das ist doch Blödsinn. Ich schließe nicht aus, dass er vorsätzlich gehandelt hat, aber es kann auch Schlamperei gewesen sein. Immerhin hat er ja offensichtlich sehr viele Quellen angegeben. Und insofern finde ich es wichtig, ob die strittigen Textpassagen einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtbeurteilung der Qualität dieser Arbeit haben. Sollte dem so sein, bin ich mir sicher, dass die Uni sich dafür entscheidet, den Titel abzuerkennen. Wenn nicht, werden sie vielleicht einfach nur die Benotung revidieren.
Nein, Schlamperei sieht anders aus. Wenn ich fremde Quellen verwende und bewusst ein oder zwei Worte abändere, damit es sich nicht um eine 100%-ige Eins-zu-Eins Kopie handelt, dann handelt man unter bewusstem Vorsatz. Tja, bei einem 500-seitgen Pamphlet nur sehr wenige Quellen anzugeben, wäre natürlich schon von vorneherein sehr verdächtig gewesen. Es geht hier auch nicht um einzelne kurze Passagen, die strittig sind und wo jeder Verständnis dafür gehabt hätte, wenn mal ein Zitat fehlt sondern um grosse Teile der Arbeit. Ob die nicht zitierten Stellen einen Einfluss auf die Qualität der Arbeit haben, spielt an dieser Stelle übrigens überhaupt keine Rolle. Deswegen glaube ich auch nicht, dass eine Revision der Note überhaupt eine gangbare Option ist. Normalerweise kann die Uni nur zu dem Schluss kommen, den Doktortitel abzuerkennen. Andernfalls würde damit ein Präzendenzfall mit extrem grosser Auswirkung geschaffen werden. Was auf alle Fälle nicht geht ist, dass Guttenberg seinen Titel grosszügigerweise zurückgibt, obwohl ihm dieser ja eigentlich doch schon aus seiner Sicht zustünde.