Hallo Aleol,
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Zitat von aleol
Wenn aber jedes Mitglied einer Bürgerwehr nach seinem Gutdünken handelt, weil es sich den gesetzlichen Bedingungen nicht verpflichtet fühlt, dann ist Willkür vorprogrammiert. Wenn stattdessen Polizei an den Brennpunkten mehr Präsenz zeigt, dann ist da zwar auch noch immer ein menschlicher Interpretationsfaktor im Spiel, prinzipiell wird ein verantwortungsvoller Polizist aber versuchen, sich zur Gefahrenabwehr im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu bewegen.
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Umso mehr wäre es zu befürworten, eine Bürgerwehr als sinnvolle Ergänzung zur staatlichen Exekutive aufzubauen, mit allem, was dementsprechend dazugehört. D.h.: Die Polizei schult die ehrenamtlichen Bürgerwehrler. Jeder Bürgerwehrler muss entsprechende Regeln lernen und unterschreiben. Bei Missbrauch des Bürgerwehr- Status wird mit der jeweiligen Höchststrafe gedroht und gegebenenfalls auch durchgesetzt, damit keine Nachbarschaftsgangs entstehen, die Not durch Elend ersetzen.
Aber bitte dränge doch nicht einfach den Wunsch nach mehr Sicherheit auf den Straßen in die Ecke der Anarchie oder schlimmer in die NS- Ecke. So wie ich den Abwehrtitanen verstehe, wohnt er dort, wo Politiker einen "sozialen Brennpunkt" lokalisieren, sich aber ansonsten nicht drum scheren. Sind ja überwiegend keine Steuerzahler dort...
Man kann das Bürgerwehrthema auch konstruktiv diskutieren und sich eben auch darüber unterhalten, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.