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Ich bin grundsätzlich gegen Regeländerungen mit Begründungen wie “wird attraktiver“, „medienwirksamer“, „verkürzt Spieldauer“ usw.
Unser Sport hat eben ein paar Eigenheiten, die Außenstehenden seltsam vorkommen können. Dazu gehört auch, dass die Spieldauer nicht planbar ist. Da kommt es gelegentlich (!) zu fünfstündigen Mammut-Spielen. Was gibt’s denn Schöneres, als wenn beim Stande von 8:2 der gegnerische Spitzenspieler zum Duschen geht und nach Rückkehr erfährt, dass er sich leider zum Schlussdoppel noch einmal umziehen muss? Bei 4er-Mannschaften mit entsprechendem System (bis zum 6. Punkt) ist doch nach den Doppeln schon so gut wie alles gelaufen. Und bei Werner Scheffler (bis zum 8. Punkt) geht’s in der Regel auch nicht schneller als bei 6er-Mannschaften.
Natürlich will ich 6er-Mannschaften nicht zum unumstößlichen Maß aller Dinge erklären. Daher finde ich 4er-Mannschaften in der jeweils untersten Klasse auch in Ordnung, weil es in den meisten Vereinen am Schluss nicht mehr für eine 6er-Mannschaft reicht.
Hubert
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