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Alt 25.02.2011, 21:12
NicoZ NicoZ ist offline
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Zitat:
Zitat von Goldy Beitrag anzeigen
Das Thema Unterbrechungen wegen Handtuch könnte man ganz leicht eindämmen: Grif zum Handtuch immer nur nach 10 Punkten (5:5 6:4, 7:3...) und Satzende erlauben. Das würde auch noch reichen.
Nicht bei allen... (und ich zitiere dich grad nur um den Punkt "weniger Pausen" aufzugreifen). Innerhalb der letzten DTTL Saison habe ich doch einige Spieler erlebt, die sehr viel schwitzen. Richtig, manche schwitzen nach einem Satz noch nicht so viel; das ist zu Teilen auch genetisch veranlagt und "ist halt so". Andere jedoch haben stark geschwitzt, so dass zusätzlich zu den Handtuchpausen mehrfach auch die Spielfläche abgewischt werden musste. Es waren ganz einfach deutlich sichtbar Schweissflece/Schweisstropfen darauf.
Zudem frage ich mich, wie viel Zeit man tatsächlich sparen würde. 10-15s alle 6 Bälle? Naja... ob man das als viel ansieht?
Balljungen - um das auch noch hinzuzufügen - halte ich hingegen für ziemlich unsinnig. Die bringen nur Unruhe in eine relativ kleine Box (Tennis-Felder sind naturgemäß 'unwesentlich' größer) und eine tatsächliche Zeitersparnis halte ich für eher zweifelhaft.

Ich meine, man kann Pausenreduktion von mir aus probieren, aber ich glaube nicht, dass dieser Weg sinnvoll ist. Auch die Konzentration beim Aufschlag... da gibt es verschiedene Rituale, die objektiv gesehen "Zeit kosten", aber ebenso objektiv keine Ermahnung für "wasting time" rechtfertigen. (Ich gebe als Beispiel einmal Lars Hielscher. Seine Aufschläge dauern 8-9 Sekunden. Aber die dauern beim 0:0 im ersten Satz genauso lange wie beim 16:16 im 5. Satz... da ist keine Spielverzögerung dabei, das sind immer genau die gleichen Phasen, die er auch immer genau gleich durchzieht - ein Ritual. Hier einzugreifen finde ich... hm... zweifelhaft. Und ob eine Maximalzeit für den Aufschlag etwas bringt außer Ärger? Irgendwann können die SRaT auch nicht mehr genug mitstoppen, das ist jetzt schon eine ganze Masse...)

Zitat:
Besonders in den unteren Klassen beobachte ich viel Schluderei in unserer Außendarstellung.
Aber das ist doch nicht die Bundesliga! (Ha, endlich konnte ich das auch einmal sagen. Wer Sarkasmus findet darf ihn einrahmen und aufhängen.)

Das greift m.E. auch indirekt in diesen komischen Ehrenkodex/Etikette wie du es nennst... kein Applaus bei Netzrollern/Kantenbällen und so weiter... kürzlich wurde ich angemeckert weil ich zu laut klatschte und anfeuerte. ("Geht das nicht mal leiser? Hier ist noch ein anderes Punktspiel!" Antwort: "Nein, geht es nicht, das ist Applaus und Anfeuern."). Ich finde das ganze leicht seltsam. Es gibt diese Einstellung: Wir sind nicht in der Bundesliga und spielen einfach nur so; dann kommt aber hinzu "mach richtige Aufschläge!" oder eine andere Regel nach Wahl, die aber nur deshalb beachtet wird weil der andere es gerade sagt (oder sie zum Kern des Spiels gehört, wobei der auch gelegentlich unterschiedlich zu sein schient. Bsp.: Mehrfach erlebt dass Spieler vom Nachbartisch der Meinung waren, dass SIE an einem anderen Tisch laut und gültig "STOP!" verkünden und in den Ballwechsel rennen. Die Beule durch Schläger eines Spielers sehe ich fast schon kommen und bin darüber nicht allzu miteleidig...)

Aber beim wievielten Post sind wir? Es wiederholen sich viele Meinungen... und in "unteren Ligen" (was auch immer das dann genau ist) sind die Verhältnisse insbes. zum Regelwerk etwas anders. Schiedsrichter für jedes Spiel? Nicht bei der Bezahlung (korrekter: Aufwandsentschädigung) machbar und selbst die will mancher ja lieber gar nicht bezahlen. Mit offizieller Aufsicht bekäme man da wohl langsam schon mehr "Ordnung" in die Halle... allerdings ist mein Eindruck, dass das eigentlich gar keiner will und dass es darüber noch mehr Stunk und Ärger geben würde. Allein schon Strafen wegen uneinheitlicher Kleidung... da sehe ich auf nicht ganz kleine Vereine doch schon 3-stellige Strafbeträge zukommen. *seufz*
Emotionen und Verhalten, kurz also Etikette: Sind eben so sehr Gewohnheitssache und teils objektiv nur als äußerst seltsam/eigensinnig zu bezeichnen. Solche Gewohnheiten - fast schon "Tradition" - kriegt man aber nicht auf Befehl weg und wenn überhaupt dann nur langsam... (Auch hier streiten sich ja einige: Im German Open Thread wurde durchaus die Meinung vertreten, ein Schlägerwurf (ohne Personengefährdung) sei durchaus ok und zeige nur Emotionen; generelle SR-Meinung ist wohl eher dass ein 'etwas kräftigeres Ablegen des Schlägers' vielleicht noch ok ist, aber ein deutlischer Schlägerwurf oder andere Aggression gegen das Material nicht mehr. Das kann man durchaus dikutieren, ob man das auf die eine oder andere Art generell wünscht... nur werden das Ansichten bleiben. Selbst "sportliche Fairness"/"faires Verhalten" u.ä. sind nicht zu 100% objektiv.)

Kurzfassung: Patentlösungen habe ich keine. Ich halte es nach wie vor für sinnvoll, (Live-)Streams der DTTL-Spiele kostenlos im Internet anzubieten; zunächst freiwillige, dann ggf. verpflichtend. Beretstellung des Servers durch Betreibergesellschaft. Ziel: Präsenz, Weitertragen der Spiele durch "Web2.0-Verhalten", Kommentierung und der gleichen mehr. Bei genügend Interesse/Präsenz im Web wird vielleicht auch mal Fernsehen u.ä. VON SELBST aufmerksam und sagt "Da hat ein Video 100.000 Views in einer Woche... vielleicht sollten wir auch mal ein (kurzes) Special senden."

Ohweh, was hab ich jetzt schon wieder getippselt :O

Geändert von NicoZ (25.02.2011 um 21:16 Uhr)
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