|
Nachdem der Thread jetzt wieder im Rahmen dessen läuft was ich für erträglich und dem Thema zuträglich halte, will ich auch noch ein wenig nachlegen:
Felix hat vieles schon richtig erläutert, ein wichtiger Aspekt, der entscheidend mit dazu beigetragen hat, dass ich in meinem vorherigen Beitrag davon gesprochen habe, dass die Zeit des Ausprobierens bei mir über Monate ging, ist noch nicht zur Sprache gekommen:
Bei keiner anderen Holzkonstruktion ist die Suche nach der richtigen Belagkombination so schwierig und mit so vielen Ausschlußkriterien behaftet wie bei den Produkten von Re-Impact.
Viele der von mir favoriserten LN und auch VH-Beläge haben auf den Hölzern nicht funktioniert.
Da war also langes Testen angesagt.
Ich habe mir diese Zeit genommen, da das unerhört geringe Gewicht für mich das entscheidende Kriterium bei meiner Entscheidung für diese Hölzer war.
Seit vielen Jahren habe ich nur noch ganz selten Probleme mit meinem Handgelenk, während ich früher in nahezu jeder Saison Phasen hatte, in denen ich qua Benutzung einer Ledermanschette am Handgelenk ein "Beinaheausfall" war.
Andere infrage kommende "Leichtkonstruktionen" wie BOF Kevlar Light, Carbon Light habe ich eher aus Verzweiflung denn Paßgenauigkeit für mein Spiel längere Zeit eingesetzt.
Insofern war für mich schon nach der ersten Trainingseinheit (damals mit einen 3FMA) klar, dass ich bei einem Holz dieser Gattung bleibe.
Das Gewicht ist also ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Hölzer (zumindest für mich).
Gerade im Kinderbereich fände eine vom Produktionsaufwand und damit Preis her reduzierte Version (z.B. vom T3) m.E. gute Abnahme und Resonanz.
Bei mir hat der zweifelnde Weg durch die Irrungen und Wirrungen der Re-Impactpalette zum T3 geführt und erst damit war ich dann wirklich überzeugt (viele euphorische und auch katastrophale Trainingsabende und eine Menge Euros später).
Nunmehr passt es aber auch wirklich gut.
Ich muß in Verbindung mit einem Tensorbelag nicht mehr kleben und habe eine für mich wunderbar passende Noppe gefunden. Soviel an Durchhaltevermögen hatte ich aber auch noch nie - dies wohl einfach, weil ich unbedingt so ein Holz spielen wollte.
Was hat das mit Spitzensport zu tun?
Spitzenspieler sind nach meinem Kenntnisstand viel weniger an Materialtests interessiert als unsereiner.
Ganz im Gegenteil führt eine entgültige Verabschiedung vom lange genutzten Holz eher zu einer Krise als bei Leuten wie mir, deren Händchen manche Feinheit gar nicht wahrnimmt.
Persson z.B. hat meines Wissens Anfang der Neunziger mal eine ziemlich schlechte Saison gespielt, weil ihm zu einem Zeitpunkt nahe eines Saisonhöhepunktes sein Holz kaputtgegangen ist.
In diesem Leistungsbereich geht es um Nuancen, Psychologie spielt sicher eine große Rolle.
Warum also sollte so jemand eine von vielen von uns als radikal empfundene Umstellung vornehmen und auf ein Re-Impactholz wechseln?
Es gibt keine Notwendigkeit dazu. Wenn dann noch eine Belagumstellung nötig wäre, zeigen die Topleute einem sicher nen Vogel.
Wenn jemand wie Peter Igel (immerhin vor 3 Jahren als Abwehrer noch RL oben ausgeglichen) seinen Anti auf diesen Hölzern nicht gewinnbringend einsetzen kann, haben die Hölzer einen Mangel. Das ist für mich die entscheidende Crux an diesem Konstruktionsprinzip:
Der Anti ist zu dick und dämpft zu stark. Damit ist nicht nur diese Seite schlecht, sondern auch die andere Seite wird negativ beeinflußt.
Spätestens beim Erkennen dieser Abhängigkeiten winkt ein Spitzenspieler ab.
Zu den Beispielen der Spitzenabwehrer:
Die meisten mir bekannten spielen relativ harte Hölzer, teilweise in Verbindung mit recht dicken Chinabelägen (Ding Song, Chen Weixing). Unter Umständen das Ganze dann noch mit dem knüppeligen blauen Schwamm unterlegt.
Da lege ich mich gerne fest:
Das geht mit den Re-Impacthölzern nicht.
Gruß Tom
Gruß Tom
|