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Zitat von Chirurg
Im Amateur-Bereich ist die Situation ja noch absurder, da hat man ja mittlerweile das Gefühl, es werde mit Spatzen auf Kanonen geschossen. Die Spieler haben bevor sie zu einem Turnier anreisen ja noch nicht mal die Möglichkeit, ihren Schläger auf Zulässigkeit "messen" zu lassen.
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Im sogenannten Amateurbereich sind die Möglichkeiten sicher begrenzt bzw leider nicht vorhanden vorsorglich Schläger auf Zulässigkeit zu überprüfen. Das liegt aber leider daran, dass Beläge trotz der für Spieler gültigen VOC-Grenzwerte mit VOC-Werten ausgeliefert werden dürfen, die den Grenzwert z.T. sogar um ein Vielfaches übersteigen.
Falls es bei den GO wirklich um VOC-Grenzwertüberschreitungen gegangen ist, die zudem in einem Bereich lagen, der auf unzulässige Booster bzw Tuner hinweist, stellt sich doch eine ganz andere Frage. Wieso werden dann solche Messungen von gleich zwei Geräten angezweifelt und Disqualifikationen wieder rückgängig gemacht
Das sähe für mich eher danach aus, als ob die ITTF - aus welchem Grund auch immer - kreativ eine eigentlich nicht vorhandene Option gewählt hat, die selbst aufgestellten Richtlinien auszuhebeln. Einfach
beide eingesetzten Messgeräte für fehlerhaft zu erklären und durch andere austauschen und schon sind alle wieder Glücklich. Sechs überführte "Schlägerdoper" am ersten Wettkampftag macht sich halt nicht gut im Portfolio der ITTF-Pro-Tour
Ich frage mich ernsthaft, ob es nicht angebracht wäre, unzulässiges Schlägertunen von ITTF-unabhängigen Institutionen überprüfen zu lassen. Halt genau so wie es beim Doping ist. Man stelle sich mal vor die UCI wäre für Dopingtests bei der Tour de France zuständig und sie würden auch noch die Vorgaben für die Test machen. Jan Ullrich und so manch anderer würde sicher heute noch unbehelligt mitradeln. Das was beim Radrennen und anderen Sportarten das Doping ist, ist im TT-Sport das Manipulieren der Schläger.