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Alt 01.03.2011, 11:44
Chirurg Chirurg ist offline
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AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Zitat:
Zitat von Brett13 Beitrag anzeigen

Falls es bei den GO wirklich um VOC-Grenzwertüberschreitungen gegangen ist, die zudem in einem Bereich lagen, der auf unzulässige Booster bzw Tuner hinweist, stellt sich doch eine ganz andere Frage. Wieso werden dann solche Messungen von gleich zwei Geräten angezweifelt und Disqualifikationen wieder rückgängig gemacht
Die SR auf den GO haben absolut richtig gehandelt! Selbst wenn man davon ausgeht, dass die beiden Geräte nicht im engeren Sinne "defekt" waren, sondern dass es bei den Geräten grundsätzlich eine hohe Schwankungsbreite bei den Messergebnissen gibt, ist es ja eine Wettbewerbsverzerrung, wenn die einen Schläger mit den bis zu 80% höher anzeigenden Geräten getestet werden, die anderen aber nicht.

Die SR haben dann eben nicht defekte Geräte entdeckt, sondern haben beobachtet, dass die Geräte eine so erhebliche "Messungenauigkeit haben, dass sie eine Wettbewerbsverzerrung bedeutet.

Das Thema ist aber mit der GO nicht abgeschlossen. Es stellt sich die Frage nach den Konsequenzen aus den Erkenntnissen der GO: Wenn diese Geräte tatsächlich in hohem Maße voneinander abweichende Messresultate liefern (hier sind ja bis zu 80% festgestellt worden; aber wie weit weichen sie tatsächlich voneinander ab? Das muss ja noch gar nicht die höchste Abweichung gewesen sein...) dann muss man doch einen "Kulanzwert" festlegen!

Ein ähnliches Problem gibt es z.B. im Bereich der Geschwindigkeitsmessungen: Da die "Blitzer" ebenfalls (wenn auch in viel geringerem Maße) Messungenauigkeiten aufweisen, wird ein gewisser Kulanzwert auf die gemessene Geschwindigkeit aufgeschlagen. Wäre dies nicht gemacht worden, hätten alle Schnellfahrer, die vor Gericht die Messung anzweifeln, Recht bekommen.

Ähnlich müsste nun das Vorgehen bei den mini-rae Geräten sein. Wenn festgestellt wird, dass die bis zu 100% voneinander abweichende Messergebnisse liefern, müssten eben die 100% auf die 3ppm aufgeschlagen werden. Stellt man fest, dass die Messergebnisse bis zu 200% schwanken, müssten eben 200% aufgeschlagen werden. Und irgendwann muss man sich halt auch mal die Frage stellen, ab welchen Abweichungen die Geräte überhaupt noch als zuverlässiges Messinstrument für solche Messungen gelten...

@Lieber Hillegosser, es mögen wohl bei den Senioren auch "Profis" aus der 2. Liga dabei gewesen. Aber ich bezweifle mal, dass es die überhaupt 'erwischt' hat. Die Fälle von denen Hdd und andere Senioren berichtet haben, waren doch fast alle aus der ü60 Klasse und älter. Aber das Thema aus dem Amateurbereich haben wir ja auch durch; das wird uns dann wieder erneut beschäftigen nach der DM in Siegen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ITTF/DTTB/WTTV bis dahin eine Lösung gefunden haben. Aber vielleicht habe ich ja auch nur eine begrenzte Phantasie.

Gruß, Gabi
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Mein Schläger stinkt wenigstens nur von einer Seite!
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