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Zitat von Chirurg
Wenn es so gewesen ist, wie Du spekulierst, könnten die Spieler ja sogar einen anderen Schläger zur Messung eingereicht haben  .
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Nein, wenn die Spieler die Schläger wieder zurückerhalten haben, würde ganz sicher keine weitere Messung mehr vorgenommen. Wäre ja völlig sinnlos...
Mein Szenario gilt selbstverständlich nur für den Fall, dass zumindest einer der Schläger noch im Kontrollzentrum war. Vom vorgesehenen Ablauf her, halte ich das zumindest nicht für unwahrscheinlich, dass mindestens einer der "positiv" gemessenen Schläger, wenn nicht sogar mehrere oder gar alle im Kontrollzentrum verblieben sind.
Das gleich beide ITTF-eigenen Messgeräte defekt gewesen sein sollen, halte ich für ungefähr genauso wahrscheinlich wie einen Sechser im Lotto. Mag ja sogar sein, dass alle sechs positiv getesteten Schläger knapp über dem Grenzwert von 3 ppm lagen. Dann wird aus den angegebennen 80 % grad mal ein ppm-Wert von um 1,4 ppm. Um 1,4 ppm durch auslüften abzubauen, braucht es sicher nicht all zu viel Zeit. Im Profibereich kann man meiner Meinung nach davon ausgehen, dass nicht selten bis an den Grenzwert heran getuned wird. Da kann dann auch mal was schief gehen und man fällt mit überhöhten Werten auf...
Leider verschließt du weiterhin die Augen vor der Tatsache, dass die VOC-Messungen einen Zweck erfüllen. Nämlich den, dass Manipulationen damit nachgewiesen werden sollen. Ob du es glaubst oder nicht, ist es leider nun mal so, dass an Schlägern manipuliert wird. Das ist genau so verwerflich wie Doping. Manipuliert wird selbstverständlich auch auf Verbandsebene. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass eine Regionalligaspielerin wie du davon noch nie was mitgekriegt hat.
So wie es sich zeigt, wäre es wohl besser, wenn VOC-Kontrollen durch ein unabhängiges Institut - wie Dopingkontrollen auch - gemacht werden würden. Die Strafen müssten auch wesentlich drastischer sein und sofortige Sperren nach sich ziehen. Dann wären die Schiedsrichter auch aus der Schusslinie.