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Alt 08.03.2011, 21:51
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Carstens_Brüderchen Carstens_Brüderchen ist offline
Isch hol glei mein Bruda!
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Obachecka Beitrag anzeigen
Da wüsste ich nichts von, nein.

Aber eine Gemeinsamkeit gibt's, glaube ich: Beide haben des Öfteren mal recht...
Na, dann habe ich ja mit beiden auch was gemeinsam...

Ansonsten ist die Duplizität schon sehr interessant bis befremdlich.

Back to topic: Zum Artikel muss ich sagen, dass der Autor es sich etwas zu einfach macht, indem er die Speerspitzen einfach umzudrehen versucht. Es gibt nicht nur 'ein paar Irre', sondern eine durchgängige Ablehnung 'Ungläubiger' seitens des Islam. Der Islam ist in seiner Glaubensausbreitung gegenüber heutigem christlichem und/oder jüdischem Vorgehen weitaus aggressiver und weitaus intoleranter.

Unterhalte Dich mal mit einem Moslem oder einem Ex-Moslem, der Dir ganz ehrlich erzählt, was bei der Auslegung des Koran in Hinsicht auf 'Andersgläubige' oder bei der Bedeutung des Begriffes Jihad wirklich Phase ist. Oder was Dir ein gläubiger Moslem über die Rolle der Frau in der Gesellschaft sagt. Da wird Dir aber anders!

Klar, das gilt natürlich nicht für alle Moslems, insbesondere nicht für integrierte Moslems, die ihre Integration auch aktiv betrieben und gefördert haben. Doch in der Mehrheit aller Moslems auf diesem Planeten befindet sich der Glaube noch weitestgehend im Mittelalter. Wenn wir das Beispiel der Ehe mit 'Andersgläubigen' nehmen, dann wird sehr schnell offenbar, mit welchen Maßstäben wir es hier zu tun haben.

Hierzu eine interessante Parallele: Vor gut 50 Jahren war es in den USA noch vielfach tödlich, wenn ein Farbiger eine Weiße überhaupt nur traf oder sie ansprach. An Ehe war da schon gar nicht zu denken. Ein derartiges Ku-Klux-Klan-Verhalten wird heute retrospektiv von quasi allen westlichen Gesellschaften geächtet. Zurecht!

Aber da sind wir dann wieder beim Thema 'Doppelmoral', welche in dem Zusammenhang an den Tag gelegt wird, insbesondere von Alt-68ern und vielen links orientierten Jüngern gutmenschlichen Wirkens, denn: Wenn ich die rassistisch motivierte Ablehnung ethnischer Vermischung in den USA Mitte der 1950er Jahre als 'mittelalterliche Untat' verdamme, dann muss ich die religiös motivierte Ablehnung ethnischer Vermischung seitens des Islam ebenso konsequent verdammen!

Das Problem ist, dass man sich damit in ein moralisches Dilemma bringen würde, weil die einseitig praktizierte Toleranz gegenüber dem Islam sich mit der Ablehnung der Glaubensfreiheit und vieler anderer Freiheiten durch den Islam beißt. Also wird über den damaligen an der Hautfarbe orientierten Rassismus in den USA gewettert, während über den praktizierten religiösen Rassismus des heutigen Islam kein Wort verloren wird - weil man ja so verdammt politisch korrekt bleiben will wie möglich. Dabei werden gleichzeitig Themen wie Beschneidung von Mädchen, Unterjochung und Zwangsheirat junger Frauen oder Vergewaltigung und Mord im Namen eines Gottes komplett unter den Teppich gekehrt.

Unglaublich, wie generös man das übersehen kann, wenn man nur seinen über allem stehenden Prinzipien von Toleranz und Freiheit treu bleiben will...
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"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.